00:00:06:
00:00:28: Wir haben wirklich schon über viele Themen gesprochen.
00:00:31: Wir haben über Druck beim Sex gesprochen, wir haben über Schokolade gesprochen und über Süßigkeiten gesprochen.
00:00:45: so richtig übers Weinen gesprochen.
00:00:46: Das ist eigentlich unsere Chance, lieber Burak!
00:00:49: Hallo erstmal!
00:00:50: Hallo ich grüße dich!
00:00:51: Jetzt
00:00:53: haben wir gerade eben so ein bisschen rum gebitzelt.
00:00:55: aber das hat ja einen ernsten Intergrund und es gibt eine sehr interessante mal wieder auch Studie dazu wie das weinen letztendlich in unserer Psyche auch beeinflusst und zum positiven wie im negativen.
00:01:08: also Das wird spannend auf jeden Fall, würde ich sagen.
00:01:12: Und ich bin auch mal gespannt ob da das eine oder andere Privatsameter rein spielt und was du so zu erzählen hast.
00:01:19: Soll keine traurige Folge werden?
00:01:22: Nö!
00:01:23: Aber vielleicht eine emotionale.
00:01:24: Mal sehen.
00:01:25: Das könnte sehr gut sein.
00:01:26: Das könnt ihr sehr gut sehen.
00:01:28: Sag bevor wir jetzt beide losrollen wie war dein Mental Health moment der Woche?
00:01:38: Unerwartet überraschend schön... Und dann im Nachgang auch emotional.
00:01:47: Ich habe ein Trikot geschenkt bekommen, jetzt warst du ja schon mal bei uns in der Praxis als Gast und hast sich da ja umgeguckt.
00:01:56: Da hängt ja das eine oder andere Trikots von dem einen oder anderen Fußballer den wir in den letzten Jahren begleiten durften durch Verletzungen und Rückschläge und Reha usw.. Aber ich habe ein Trikot bekommen, nicht von einem Fußballer.
00:02:16: Nicht von einer Leichtathletin beruflicher Natur sondern von einer Hobby-Tennisspielerin.
00:02:30: Und hintergrund war und dann haben wir das Ganze mal so ein bisschen aufgerollt ihr persönlicher Werdegang.
00:02:39: die Dame ist Ende vierzig Und kennengelernt haben wir uns unmittelbar nach Eröffnung unserer Praxis vor knapp sieben Jahren.
00:02:52: Da war sie, also wir hatten Anfang November zwei tausend neunzehn eröffnet und ich glaube zweite Woche erst oder zweite Woche ist sie damals bei uns aufgeschlagen.
00:03:04: Karteikarten Nummer sechzig also Kundin Kundin Sechzig da kann man sich vorstellen dass es Ganz am Anfang gewesen.
00:03:14: Und dann hat sie wie so viele einen, damals war sie anfangvierzig.
00:03:20: Hat sie eine Fragebogen ausgefüllte.
00:03:23: unter anderem steht da drin treiben sich Sport?
00:03:26: wenn ja was?
00:03:27: und hat sie da reingeschrieben damals mit Anfangvierzig Ausdauersport?
00:03:35: Und dann haben wir damals das Gespräch gehabt und hin Hintergrund war Zustand nach Bandscheibenvorfall der wiederum auch sieben Jahre zuvor zurück lag als Erstdiagnose.
00:03:48: Und ich dachte ja, sie hat immer mal wieder Schwierigkeiten im Rücken und sie hat wegen des Rückens Tennis laufen alles eingestellt und macht jetzt Ausdauer.
00:03:58: Dann habe ich natürlich gefragt was denn an Ausdauern?
00:04:01: Da hat sie gesagt walking.
00:04:05: Dann hab' ich gesagt erstmal grundsätzlich super also Hauptsache bewegen aber dann ist das für walking.
00:04:13: Sind Sie zu jung?
00:04:15: Da müssen wir ändern.
00:04:17: Wollen sie wieder Tennis spielen?
00:04:18: Ja, sehr gerne.
00:04:19: Ich will sie wieder laufen.
00:04:21: Wenn möglich aber ist ja nicht möglich.
00:04:24: Dann haben ich gesagt gut dann legen wir mal los und ich habe mir das mal ein bisschen.
00:04:28: Ich hoffe man verzeiht mir dass es jetzt kurz... Ich versuche es ein bisschen chronologisch aufzuarbeiten.
00:04:36: nach dem Kennenlernen drei Monate später.
00:04:39: Also wir haben eine Bewegungsanalyse gemacht, haben ein Trainingsprogramm darüber aufgestellt was sie mit Physiotherapeutin umgesetzt hat.
00:04:45: Drei Monate nachdem sie das erste Mal in der Praxis war ist sie zweimal die Woche laufen gewesen, sieben mal drei Minuten um so ein bisschen wieder reinzukommen und hat leicht erste Tennis Schläge gemacht auf Asphalt.
00:05:01: Sechs Monate später dreimal die Woche laufen über sechs Kilometer plus Einstieg Tennis.
00:05:08: Zehn Monate später acht Kilometer Strecken gelaufen, dann ... ... zwei tausendzweiundzwanzig in Miniskuss Riss.
00:05:18: Links OP Pause drei Monate später wieder hergestellt und wieder angegriffen.
00:05:25: Und dann im Jahr zweitausendzehnte hat sie einen neuen Bandscheimvorfall geschossen mit Fußheber-Lehmung auf der rechten Seite.
00:05:39: Dann ging es so Frage OP ja oder nein.
00:05:42: Lange Rede, es wurde keine.
00:05:44: OP ist mit Spritzen unter anderem behandelt worden intensiver Physiotherapie.
00:05:50: dann hat sie sich daraus gekämpft wie der Joggen möglich wieder Tennis möglich zwischenzeitlich Himmelsleiter in Puhlheim.
00:05:57: Dreihundertfünfzig Holzstufen sind das mit einem wunderbaren Panorama Blick wenn man das geschafft hat.
00:06:03: aber dreihundert Fünfzig Holztufen muss man erst mal schaffen.
00:06:08: Und dann hat sie irgendwann auch angefangen, Medenspiele zu machen.
00:06:11: Einzel, Doppel und dann haben die... Haben sich irgendwann zwei Damen gefunden.
00:06:18: Eine ist sie und eine Partnerin.
00:06:23: Die haben sich dann aus der ehemaligen Jugoslawien, haben die sich das Jugo-Doppel genannt.
00:06:33: Und dieses Trico mit der Aufschrift Hashtag Hugo Doppel hat sie mir geschenkt mit einer Widmung vom Walking zum Wolle.
00:06:45: Vielen Dank für alles und unterschrieben.
00:06:48: Mega Geschlechter!
00:06:49: Total, total.
00:06:50: Und da ist mir auch nochmal klar geworden was jemand wirklich mit Ziel, mit Fokus, mit Willen, mit Einsatz, mit Motivation, natürlich auch Unterstützung.
00:07:05: aber Du kannst niemanden unterstützen, der es nicht will.
00:07:12: Das ist ehrlich gesagt auch vergebene Lebensmüh.
00:07:16: Aber dieser Werdegang hat mir noch mal vor Augen geführt mit Mitte-Fürzig jetzt Ende-F vierzig.
00:07:22: also wir sprechen nicht von jemandem der sechzehn Jahre alt ist aber wir sprechen auch nicht von jemandem der hundertsechzehnt Jahre alt.
00:07:29: Aber trotzdem, wir wissen gewisse Lebensabschnitte.
00:07:34: Da ist es nun mal schwer sich wirklich noch einmal so aus dem Dreck zu ziehen und Gas zu geben.
00:07:39: Und das hat mich sowieso die ganze Zeit, wie mir war das ja immer bewusst als ich uns gesehen habe.
00:07:45: Und dann kam das Knie, dann kam wieder ein Bandscheibenvorfall, wie die Dame eben beißen musste und gebissen hat.
00:07:54: Deshalb fand ich diese Geste auch... Total, also ich fand es absolut klasse.
00:08:01: Mir hat das sehr viel gegeben und ich weiß nicht ob sie zuhört wenn sie zu hören sollte aber das habe ich ja auch persönlich gesagt.
00:08:09: aber ich möchte über diesen Kanal nochmal Ich hab alle größten Respekt vor dieser Leistung Und ich bin sehr glücklich dass wir das als Praxisteam und dazu gehöre ja nicht alleine Dass wir das begleiten durften ist geschafft haben, dass sie ihre persönlichen Ziele erreicht.
00:08:31: Und ja deshalb war das mein Mental Health Moment auch.
00:08:38: Ganz egal was ich jetzt sage es kommt lange nicht ran.
00:08:42: und dann also toll, danke dass du es geteilt hast.
00:08:44: Das ist doch irgendwie erfreulich.
00:08:48: Ja mit Wertschätzung zu tun hat eine Art von Wiederauferstehung zu tun.
00:08:53: Ist ja alles drin was man so mitnehmen kann für den Alltag.
00:08:57: Richtig cool, richtig gut.
00:08:58: Aber auch ein interessanter Satz, das hast du gerade gesagt, dass nämlich... Das ist ab einem bestimmten Alter ja auch nicht so ganz einfach sich wieder aus dem Dreck zu ziehen oder überhaupt wenn man dann mal einen bisschen Pech gehabt hat, dann wieder reinzukommen und alles.
00:09:12: Das kennt jeder von uns mehr oder weniger da über zwanzig ist.
00:09:18: Also eine schöne, richtig, richtig schönes Sache.
00:09:22: Vielen Dank!
00:09:23: Wie lief deine Woche?
00:09:26: Musstest du weinen vielleicht sogar?
00:09:29: Ich muss... Ach ja, also nicht ganz.
00:09:33: Aber ich war nah dran, sagen wir's mal so.
00:09:37: Denn es ist ja immer so bei mir.
00:09:40: Ich bin ja ein Reisender manchmal und muss dann lange und viel unterwegs sein und bin dann auch mal einfach ein paar Tage nicht da zu Hause.
00:09:51: Das war aber dieses Mal gar nicht so So der mental health momente woher dann auch das wiederkommen was natürlich wunderschön ist insgesamt.
00:09:58: Auch wenn die Familie wieder sieht und wenn man doch die Tochter widersieht.
00:10:04: Es war etwas ganz ganz anderes und zwar hatte ich eine Begegnung Mit jemandem Man kennt es ja von sich, man ist eigentlich so ganz frei vom vorurteilen nicht dazu neigt, jemanden in eine Schublade zu stecken oder Schubladen denken generell.
00:10:30: Manchmal hat man sich ja dabei, dass man doch eine gewisse Vorstellung hat wenn Menschen sich in einem bestimmten Umfeld aufhalten und muss sich immer wieder disziplinieren das nicht zu tun aber sogar frei sind.
00:10:45: wir glaube ich nicht davon egal wie welt offen wir sind und so weiter und ich habe jemanden kennengelernt der genau aus dem privaten umfeld kam Den ich aber gar nicht auf dem Sender hatte, der sich dann bei mir mal so gemeldet hatte und.
00:11:01: So ein bisschen ja aus einer Welt kommt die mir gänzlich fremd war.
00:11:07: Ich habe so ein bisschen Vorurteile hatte.
00:11:08: du kennst diese Szene das ist nämlich die aktive Fanszene?
00:11:13: Und es ist da jemanden der quasi so der Kopf ist mit einer langen historie und sprich wieder Fußball.
00:11:23: Das ist das Thema hatte dann irgendwie so ein Eindruck, passt alles nicht richtig zusammen.
00:11:32: Er hat sehr viel erzählt und berichtet auch seine Vergangenheit und plötzlich wurde das schnell sehr nahe und vertrauensvoll was mich gefreut hat weil es gab Dinge die er hätte mir nicht erzählen müssen.
00:11:45: und plötzlich stellst du fest ich war eigentlich ganz schön lange auf einem völlig falschen fahrt.
00:11:58: Ich muss und dann ist immer die Frage, wie geht man damit um?
00:12:01: Ich muss ein bisschen was revidieren.
00:12:03: Also sprich ganz konkret ich weiß nicht inwieweit du dich da mal miteinander gesetzt hat in deiner Fußballwelt aber wenn man sich diese aktive Fan-Szene anguckt Dann kann man das sowieso nicht alles über einen Kamm schieren weil es zu defiziel ist.
00:12:20: Und wenn man sie dann arbeitet, braucht man damit auseinandersetzen Wie sich so etwas zusammensetzt wie Die Strukturen also sind.
00:12:29: dann stellt man auch fest, oder ich hab da verstanden warum Menschen sich dieser Fan-Szene anschließen.
00:12:36: Das hat nicht eben nur was mit den Vereinen zu tun sondern eben einfach auch mit einem Zugehörigkeitsgefühl und eine Art und Weise zu leben.
00:12:46: Und letzte Woche habe ich mich dann nochmal getroffen und dann war das eigentlich gar nicht so richtig Thema.
00:12:52: also wir haben es noch mal gestreift und eröffnete sich aber ein Mensch!
00:12:55: Also das heißt über das Aufräumen von Vorurteilen, über den Dialog über die Diskussion öffnet sich dann plötzlich ein Mensch und erzählt ihr sehr private Dinge fragt dich auch um Rat umgekehrt.
00:13:12: Und es bildet sich da quasi eine Basis, die gut tut für beide Sagen gut und die an Anfang oder deren einfach was an Anfang sein kann von ja was auch immer daraus entsteht aber von wirklich gutem auf jeden Fall.
00:13:28: Und das entsteht dann eigentlich aus dem Abbau von Vorurteilen.
00:13:33: Von der Theorie wissen wir das irgendwie alle, Bauvorurteile ab und wahrscheinlich würde ihr gutes Wiederfahren.
00:13:41: aber von der Praxis wie können wir das?
00:13:43: also wie viel Zeit, wie viele Raum haben wir im Alltag dafür?
00:13:48: Das auch zu tun weil es natürlich intensiv ist wenn man da über den Schatten sprengen muss und all das was damit zu tun hat.
00:13:54: Aber was daraus entstanden ist, finde ich wirklich sehr gewinnbrindend.
00:13:59: Und dann ist auf diese Art und Weise ein Mensch in mein Leben getritten der gerade im Moment auch mit dem ich momentan so meine Themen besprechen kann kommt dann so aus und raus.
00:14:12: Aus einem Missverständnis heraus.
00:14:14: Das finde ich stark dass sowas heutzutage noch passieren kann.
00:14:21: Ja besten Dank!
00:14:23: Auf jeden Fall!
00:14:27: Ja, aber nicht dass du los warst jetzt.
00:14:29: Das wollte ich dir damit nicht antun?
00:14:36: Ich gebe mir mehr!
00:14:38: Aber wenn wir bei dem Thema sind lass uns doch da gleich einfach harte einsteigen.
00:14:44: Was bringt dich zum Beinen?
00:14:51: Das ist ja vor allem die allein die Überschrift wird meine Frau sehr wundern, weil sie ist ja der Meinung bis heute und wir sind ja schon echt eine Stange an Jahren zusammen.
00:15:04: Dass ich in ihrer Gegenwart noch nie geweint haben soll was nicht stimmt.
00:15:10: Ich kann es aber verstehen dass ihr das nicht aufgefallen ist, weil ich habe zum einen geweint in Ihrer Gegenwart als ich Sie damals bei unserer Hochzeit abgeholt habe ... und zur Veranstaltung mit dir zusammengefahren bin.
00:15:27: Dann habe ich bei allen drei Geburten der Kinder geweint, aber da muss ich natürlich sagen... Da ist glaube ich jede Frau mit sich selber beschäftigt.
00:15:37: Und nimmt nicht unbedingt wahr ob jetzt der Partner da emotional reagiert oder nicht.
00:15:42: Aber ich finde es auch nicht schlimm dass sie so denkt weil de facto ist es so das mir Wein sehr schwer fällt in allen Belangen also ob jetzt trauriges Weinen oder befreiendes weinen, freudiges weinen egal wie man es nennt.
00:15:59: Wie fällt das sehr schwer?
00:16:02: Ich kann's auch nicht erklären weil ich bin schon ein emotionaler Mensch in alle also im weichlichen allen Facetten Also von völlig teilweise auch etwas übertriebenem emotionalen Verhalten hin zu dass ich mich auch sehr zurücknehmen kann.
00:16:21: Aber da ist alles drin von Romantik über Melancholie.
00:16:27: Also ich bediene emotional, bediene eigentlich alle möglichen Weinfelder aber das Weinen an sich fällt mir sehr schwer.
00:16:38: Ich kann es dir nicht erklären.
00:16:45: Es gibt ja auch mehrere Kategorien.
00:16:48: werden wir heute sicherlich beleuchten, was natürlich Käse ist und so weiter.
00:16:54: Das hat damit überhaupt nichts zu tun sondern es ist halt weiß ich nicht irgendwie in mir drin oder nicht drin.
00:17:02: und deshalb bis auf diese gerade genannten Situation kann ich dir sonst auch kommen sagen wenn ich das letzte mal geweint haben könnte.
00:17:16: Es gibt mal Situationen wo ich So ein bisschen gefühlswarm werde, dann werden wir vielleicht die Augen feucht.
00:17:29: Also gerade wenn ich so an die Kinder denke, wenn ich an die eine oder andere Situation aus meiner Vergangenheit denke... Wir haben hier auch schon mal so ein paar Wegstrecken, die ich persönlich absolviert habe mal beleuchtet.
00:17:46: Und da gibt es natürlich schon Momente an die du dich auch gerne zurück erinnerst und sagst boah das war echt eine sehr aufregende und herausfordernde Zeit.
00:17:55: Gott sei Dank gemeistert und da wird man schonmal so ein bisschen melancholisch.
00:18:00: aber so dass ich jetzt sage was ich ja auch bei dem einen oder anderen jetzt im privaten persönlichen Bereich kenne.
00:18:09: Ich muss jetzt mal weinen um Druck abzubauen oder so.
00:18:13: Das ist mir persönlich jetzt eher fremd.
00:18:18: Wie ist es bei dir?
00:18:24: Ganz anders, also es ist jetzt nicht so dass ich jeden dritten Tag irgendwie holend auf dem Boden liege das ist so nicht.
00:18:31: aber Es ist so, dass ich bin auch so erzogen worden Nicht von meinem Vater, sondern durch meine Großeltern dass das ist so diese übelen Sprüche, die jeder eigentlich kennt.
00:18:45: Ein Indianer kennt keinen Schmerz und solche Sachen irgendwie.
00:18:49: Also das ist mir alles überhaupt nicht fremd!
00:18:53: Ich kann Ihnen noch nicht immer sagen warum das bei mir anders ist oder warum ich gedacht habe Scheiß drauf, es ist mir total egal.
00:19:02: Ich kann das auch gar nicht steuern.
00:19:04: also... Das ist Fakt.
00:19:07: Also es gibt Situationen, die mich berühren und dann laufen wir die Tränen runter.
00:19:11: Und das kann alles möglich sein.
00:19:14: Das kann die Schönheit der Natur manchmal irgendwie sein.
00:19:23: Natürlich jede Begegnung mit meiner Tochter wirkt Potenzial, würde ich mal sagen weil sie einfach Dinge artikulieren kann mit ihren dreieinhalb Jahren wie die berührend sind.
00:19:39: Wenn es manchmal Aussagen gibt, da geht's ja kaputt teilweise.
00:19:45: Direkt wie die sind und wenn dann irgendwie was Positives kommt oder so, das ist schon... Also da muss man erst mal dastandhaft bleiben und nicht zu weilen.
00:19:52: Nichts ne große Kunst!
00:19:57: Natürlich gibt es Situationen, wo einfach wahnsinnig traurig sind und an die ich mich sofort erinnern kann Und das ist irgendwie der Abschied von meinem Großonkel im Krankenhaus, wo dann klar ist, dass es das letzte Mal ist.
00:20:10: Dass man sich sieht so was als natürlich dann irgendwie harte Turbak genauso wie mein Vater, der neulich wirklich sehr, sehr krank war und wo die lange Zeit nicht klar war.
00:20:23: Ist das jetzt wirklich so ernst?
00:20:24: Dass man eventuell sogar doch relativ weit einen Abschied nehmen muss.
00:20:30: Also das waren schon Szenen, wo ich dann auch einfach auch nicht mehr das steuern kann und dann kommt es einfach raus.
00:20:38: Und die Frage geht es einem besser hinterher oder nicht?
00:20:41: Die Frage, wenn wir gleich noch stellen ist das gesund.
00:20:44: Ja wahrscheinlich schon macht's das besser worüber man da hier wohin hat.
00:20:50: Das könnte man zumindest in Frage stellen.
00:20:52: aber ich erlebe dass eigentlich.
00:20:55: ich denke gar nicht mehr darüber nach.
00:20:56: oder ja ich frag mich gar nicht Ist das jetzt okay darüber?
00:20:59: oder war es okay darüber diesen Moment zu weinen oder nicht?
00:21:03: Ich glaube Es gibt wenige Situationen, wo es wirklich so richtig übel ist.
00:21:14: Wo man dann wirklich zusammenbricht oder ... Wo es mehr ist als dass die Tränen runterlaufen, die Backe.
00:21:24: Das sind schon Städen.
00:21:28: Wenn ich mich da rauszuholen, das dauert einfach einen Moment.
00:21:32: Also das war sicher, als ich diesen Raum verlassen habe bei meinem Großonkel die dann die Tür hinter mir zugingen.
00:21:40: Das war schon so dass ich da glaube ich zwanzig Minuten im Auto gesessen hab und dann auch mit meiner Frau telefoniert hab und kaum sprechen konnte.
00:21:49: also es ist denn schon so.
00:21:51: Und solches Situation gibt es ja.
00:21:54: vielleicht sind durchaus da.
00:21:58: Ja
00:22:02: aber du wir hatten in der Folge mit Benni Hendricks zum Beispiel einfach ein paar Sachen wo ich gemerkt hab Das ist wahrscheinlich auch jemand, wir haben ihn dann nicht miteinander gefragt.
00:22:12: Aber das ist glaube ich schon jemand dem ist wahrscheinlich eher so wie mir.
00:22:18: Der solche Sachen auch auslägt?
00:22:19: Ich glaube es ist vielleicht einfach eine Typfrage schlicht und öffentlich.
00:22:22: Ich glaube noch nicht mal dass die Erziehung unbedingt damit zu tun hat.
00:22:26: man vermutet er das immer als Kirchenpsychologe.
00:22:30: Und du als alter Südländer vielleicht mit einem türkischen Vater der dann auch dir in ein gewisse Härte an den Tag gelegt hat Ist dann mal eine Ansage gehabt, wenn du geholt hast als kleiner Junge.
00:22:43: Das liegt natürlich nahe aber ich finde sowas unten.
00:22:46: Ich find das kratsch.
00:22:47: Ja, ich glaube dass es auch... Also anders könnte vielleicht dazu führen, dass man jetzt nicht unbedingt in der Öffentlichkeit weint oder anders formuliert im Arm der Mutter oder im Arm des Vaters.
00:23:00: Wenn so ne gewisse Disziplin da ist die Ich nenn's mal bewusst, obwohl es ja eigentlich Quatsch ist.
00:23:09: Aber weil das irgendwo auch ein biologischer Prozess ist aber in einem Familienkreis wo es eben verpönt nicht erlaubt ist.
00:23:24: Dann würde man denke ich trotzdem alleine weinen.
00:23:28: Man hat hier genug Zeit mit sich selbst ob das beim Schlafen ist wenn man sich irgendwo draußen verkriecht oder im Zimmer verkriegt, man hätte ja genug Möglichkeiten trotzdem zu weinen.
00:23:40: Und deshalb glaube ich ist es sicherlich irgendwo auch mit der Gefühlswelt zu erklären die man so insgesamt hat und sicherlich ist das auch in einer gewissen Form Typfrage.
00:23:58: Das Ding ist da dass viele sagen hinterher geht's dann oft besser.
00:24:07: Was macht denn überhaupt das Wein mit uns?
00:24:10: Ist es etwas Reinigendes oder ist es etwas, was uns dann vielleicht doch noch mehr eigentlich in die Predole bringt?
00:24:18: und ich finde ganz interessant.
00:24:21: Das ist eine Studie der Karl-Landsteiner Privat Universität Krims gegeben hat.
00:24:28: Die Weinepisoden von Erwachsenen über mehrere Wochen im Alter untersucht haben.
00:24:34: alleine das finde ich schon ne sehr lustige Idee irgendwo
00:24:38: Total.
00:24:39: Und die Teilnehmenden und das ist so, die haben was dokumentiert also ihre Tränen und zwar direkt als es passiert ist, als sie waren mussten, haben sich ein Smartphone genommen und haben das per Smartphone dokumentiert.
00:24:51: Und inklusive... Das ist wie für mich total weird!
00:24:56: Auslöser Dauerintensität und die Stimmung danach sowie in den folgenden Minuten.
00:25:01: Das mussten Sie alles dokumentieren.
00:25:05: Also hat der Tobog das zu verlangen, aber gut.
00:25:09: Sie haben es gemacht und die Auswertung von drehundfünfzehn drei hundert fünfzehn weine Episoden zeigt ein ziemlich klares Bild.
00:25:19: direkt nämlich nach dem Wein berichteten die teilnehmenden weniger positive und mehr negative Gefühle Und auch die empfundene Belastungen war erstmal höher und mit zunehmender Intensität des Weins verstärkten sich diese Effekte.
00:25:39: Da haben wir den
00:25:41: Salat.
00:25:42: Und jetzt gibt es noch so ein paar Auslöser, also ob das Wein als entlastend oder belastend erlebt wird hängt stark von Anlass ab.
00:25:49: Wie hätte das gedacht?
00:25:51: Bei Einsamkeit und Überforderungen verschlechtert sich die Stimmung nämlich kurzfristig.
00:25:57: Bei bewegenden Medieninhalten, das wäre dann so mein Klassiker eigentlich.
00:26:01: Gucken filmen ja der bewegend ist und dann... Das ist auch so ein Klassikater.
00:26:06: Meine Frau die sitzen dann parallel nebeneinander heulen auf der Couch und wir brauchen Kleenexte.
00:26:10: also das ist auch ein bisschen... Ja?
00:26:12: Ja ja ja freut mich.
00:26:13: Bei welchen Filmen?
00:26:14: Bei welchem Film?
00:26:15: Achso
00:26:16: egal jetzt
00:26:17: ja!
00:26:18: Wenn es so emotionale Filme sind.
00:26:20: So tragische Filme, Drama.
00:26:22: Das ist die Kategorie Drama.
00:26:23: bei Amazon Prime fass ich nicht mehr an wenn ich mit meiner Frau zusammen gucke weil dann weiß ich ist der Arm
00:26:28: gelaufen.
00:26:33: Aber pass auf.
00:26:33: also da konnte sich die negative Stimmung durch das Weilen tatsächlich verringern bei solchen Filmen wenn man da geweint hat.
00:26:43: Jetzt gibt's nochmal einen Unterschied zwischen Frauen und Männern.
00:26:47: wer hätte das gedacht?
00:26:48: Frauen und Männer waren nämlich anders.
00:26:51: Die Studie hat nämlich gezeigt die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Frauen weinen häufiger als Männer und berichten von längeren sowie intensiveren Episoden.
00:27:01: Frauen nennen häufiger Einsamkeit als Auslöser während Männer eher bei Hilflosigkeit oder durch bewegende Medieninhalte Wein.
00:27:11: Und also das heißt zusammengefasst man kann nicht abschließend sagen dass Tränen eine Erleichterung bringen, entscheidend ist für mich der Kontext in dem das Wein entsteht.
00:27:26: Darüber würde ich natürlich gerne reden weil das finde ich deshalb spannend.
00:27:32: Entschuldigung, weil es nicht nur dann wieder den großen Unterschied zwischen mehr Frauen aufmacht sondern einen Aspekt den ich so ehrlicherweise überhaupt nicht erwartet hätte dass das Wein durchaus eher als belastend erfunden werden kann und keine Verbesserungen bringt.
00:27:50: Habe ich nachgedacht?
00:27:52: Und das ist nie so noch nicht passiert.
00:27:54: Also wenn ich den geweint habe, ging es mir eigentlich immer besser.
00:27:57: Vielleicht ist das der Frauen unter dem Meer wer weiß oder die Situation war Immer so dass er es mir eher geholfen hat
00:28:04: Oder dein umfeld
00:28:09: Umfeld?
00:28:13: Also ich sage mal Ich würde behaupten und denke dass das viele so auch unterschreiben würden.
00:28:22: Ich finde weinen ist ein sehr.
00:28:29: Wie soll ich das formulieren?
00:28:33: Also es ist auf der einen Seite natürlich klar, es ist ein sehr emotionaler Zustand.
00:28:37: Aber ich finde, es is auch sehr intim oder anders formuliert.
00:28:46: Man holt nicht einfach vor jedem dahin also man hat's ja schon Gedanken zieht sie eventuell zurück und so weiter und sofort.
00:28:56: aber was die Studie schon wiedergibt, ist eben natürlich das ob Tränen helfen oder uns eher erschöpfen oder belasten.
00:29:07: Einmal natürlich von der Situation abhängt aber ich glaube auch vom Umfeld.
00:29:12: und jetzt versuche ich ja gewisse Dinge nicht nur mit meiner Meinung zu dekorieren sondern vielleicht auch ein bisschen biologisch vielleicht ein bisschen medizinisch und letztendlich ist es so dass Und jetzt kommen wir zu dem Thema Umfeld.
00:29:32: Wenn eine Bezugsperson, die einen beim Weinen beobachtet begleitet tröstend reagiert dann reagiert unser Gehirn da drauf unter anderem mit der Ausschüttung von Oxytozin.
00:29:51: Das kennt man so ein bisschen aus Mutter-Kind Verhältnis das ist das sogenannte Bindungshormon und das Gefühl durch die soziale Interaktion, also mit anderen Worten das man sich sozial verbunden fühlt als durch das Weinen selbst.
00:30:13: Genauso ist es natürlich umgekehrt weil es gibt unabhängig von der Studie, die du gerade genannt hast auch Studien wie zum Beispiel dass weinen unter anderem untersucht haben bei Menschen mit klinischen Depressionen selbst einschätzend weniger Erleichterung durch das Weinen erfahren, weil im Grunde statt dass eine emotionale Spitze abgebaut wird.
00:30:42: Das weinen eher die spirale Aushoffnungslosigkeit und Traurigkeit verstärkt und deshalb hängt es meiner Meinung nach eben von der allgemeinen Situation ab um es mal sehr über oberflächlich auszudrücken.
00:30:59: aber es hängt wirklich davon ab in welchem Umfeld man sich befindet, ob man aufgefangen wird.
00:31:04: Ob man eher alleine gelassen wird mit seinem Kummer und seiner Emotion?
00:31:11: Und ich denke dass das in erster Linie erklären würde jetzt mal medizinisch angefasst warum das Gefühl bei den Studienteilen nehmen wir nach dem Weinen dann eher negativ war?
00:31:27: weil es haben natürlich verbinden wir so ein bisschen damit, dass man ja Druck abbaut.
00:31:35: Also oft wird auch gesagt du kannst ruhig weinen oder weinen doch mal richtig, lass es doch mal raus.
00:31:42: aber auch da gibt's wiederum Einschränkungen über die man sich im Klaren sein muss.
00:31:47: das eben weinen nicht immer nur Stress ausspült was ist zum Teil eben tatsächlich auch da.
00:31:53: wieder bei einem nachgewiesenen Stressabbau in dem man sich auch wirklich befreit fühlt ist halt so, dass gewisse Hormone und gewisse Proteine die bei Stress ausgeschüttet werden durch das Weinen mehr oder weniger aus dem Körper gespült werden.
00:32:11: Aber das Wein ist normal sehr komplex.
00:32:15: also es sind sehr sehr komplektes Ventil unserer Psyche und es ist nicht eben damit getan zu sagen auf der einen Seite holen wir nicht so rum weil Vielleicht braucht die Person genau das in der Moment und auf der anderen Seite auch nicht jedes Mal, ja lass es mal raus.
00:32:35: Manchmal muss man dann vielleicht sogar innehalten und das eben auch unterdrücken.
00:32:40: Ja was ich ganz interessant finde ist dass du kannst es natürlich dann auch wiederum.
00:32:47: also es ist ja immer die Frage welche Studie liest du?
00:32:49: Und wo bist du?
00:32:50: Es gibt so viele Forschungen rund um.
00:32:52: das war ein.
00:32:54: Aber es gibt zum Beispiel zwei Aspekte.
00:32:58: Erstmal ist das der Durst, du hast das gerade eben auch genannt.
00:33:01: Baut Stress ab, senkt das Code so Level und setzt dann auf ihn frei was die Stimmung verbessert.
00:33:07: Und emotionale Tränen funktionieren als Ventil für angestaute Gefühle fördern, dass emotionale Gleichgewissensignalisieren mit Menschen das Bedürfnis nach so... Also auch jetzt wiederum eine andere Studie.
00:33:20: Du kannst im Grunde genommen eigentlich ja nur immer wieder an einen Punkt kommen, nämlich... und deshalb fand ich die erste Studie eigentlich auch so gut, dass du es nicht pauschal sagen kannst.
00:33:32: Da kommen wir eigentlich immer wieder darauf hin zurück, dass das eben situativ ist, dass es sehr schlapp und abhängig davon auch dann doch wieder spielt die Erziehung übrigens eine große Rolle darüber sind sich Psychologen relativ einig, dass auch im Unterbewusstsein Also alle die Menschen, die damit groß geworden sind mit diesem Satz, man holt doch nicht oder ein echter Junge holt auch nicht zum Beispiel.
00:33:57: Das ist auch so'n Satz.
00:34:00: Dass sowas in uns schon auch verborgen ist wenn wir denn so erzogen worden sind und deshalb macht man natürlich dann auch so vieles schwer je nach Erziehung oder auch Boot.
00:34:13: gut Ich glaube In Vorbereitung jetzt auf heute Einen Grundgedanken kam mir immer wieder.
00:34:27: Wenn das Weinen etwas ist, wie das Innerhalten erst mal.
00:34:32: Also erstmal so wie ein Ventil.
00:34:34: Stopp!
00:34:35: Jetzt geht es sich mehr... jetzt muss das erstmal raus und danach hast du eine gute Grundlage.
00:34:44: also es ist wie erstmal etwas rauswaschen um dann wieder einen klaren Kopf zu kriegen egal ob dir das Wein gut oder schlecht getan hat.
00:34:53: aber das ist erstmal ist dieser Nebel weg und es hat eine gewisse Klarheit, die einen zieht.
00:34:59: Und auf diese Klarheit kann man ja nicht relativ gut aufbauen weil man dann je nachdem auch Lösungen geschaffen kann.
00:35:09: Wenn man das Bein begreift als etwas was so ne Zäsur macht und einen rausholt aus einem Flow der vielleicht doch nicht richtig gut ist... Dann hat man eine Chance!
00:35:26: dieses Ausrufe zeichnen, dass vielleicht kommen muss damit du hinterher ins Nachdenken kommst und Lösungen suchst.
00:35:35: Dann wird nämlich diese Emotionale dann plötzlich zu was praktischem.
00:35:41: Dann finde ich ist es eigentlich fast ideal weil man kann nicht das könnte man einfach sagen
00:35:46: wenn
00:35:47: wir die Tise zu Ende spinnt meine Tise darf man eigentlich gar nicht aufhören zu weinen denn dann wird's immer klarer Und wenn man immer ruhiger und ausgeglichener, weil man Lösungen findet für etwas was vielleicht in einem Brodelt anstatt sich zu ärgern zum Beispiel.
00:36:07: Also ich weiß zb auch dass wir haben da auch das eine oder andere mal drüber gesprochen Das Ärgeretwas ist was eigentlich eher ungesundes.
00:36:16: Vielleicht wäre es dann auch mal ganz gut vielleicht doch mal irgendwie ne Runde zu weinen um dann frisch gestärkt an die Lösungssuche zu gehen.
00:36:27: Ja Wie gesagt, auch.
00:36:30: aber wenn der Kontext passt und wenn vor allen Dingen das Umfeld oder wenn man in dem Umfeld auf Akzeptanz trifft.
00:36:38: Das ist so wie du es auch gesagt hast mit dem Akkortisoel
00:36:41: etc.,
00:36:42: häufig ist ja so.
00:36:44: wann baut sich denn meistens, wenn es jetzt nicht eine sehr freudiges Weinen ist?
00:36:50: Wenn es eher ein stressbedingtes Ärger bedingtes Wut, Enttäuschung Traurigkeit Dann baut sich ein gewisser Stresspegel auf.
00:37:01: Wir kennen das, wir haben ja einmal so einen Alarm-Modus, sogenannte Sympathikus dann haben wir den Ruhemodus, den sogenannten Parasympathicus und dann ist es natürlich schon so dass in dem Moment wo man mal richtig heftig auch mal weint, dass letztendlich vom Sympatikus in den Parasymprethikus auch umgeswitched wird.
00:37:23: Das heißt am Ende ist es schon so man ist zwar hinterher Das kennt man vielleicht, wenn man wirklich mal so Rotsblasen geholt hat.
00:37:33: Dann ist man platt.
00:37:35: Also danach ist man wie ausgelaugt und heißt im Umkehrschluss natürlich.
00:37:43: Man versucht ein bisschen bewusster zu atmen und irgendwo tritt auch eine gewisse Ruhe im Körper ein.
00:37:52: Und was ich halt auch spannend finde darüber macht man sich ja sogar keine Gedanken ist ja, dass wir im Bereich der, nennen was mal sozialen Kommunikation.
00:38:07: Im Grunde die einzigen Lebewesen sind, die aus emotionalem Gründen heulen können.
00:38:16: Viele sagen Ja doch das gibt es bei Elefanten, das gibt's bei Primaten und so weiter.
00:38:25: aber Fakt ist ich sage jetzt mal ein bisschen bewusst auf Emotionen.
00:38:30: X, Y und Z sind wir wahrscheinlich... Ich meine es gibt viele Tierfilme.
00:38:36: Ich habe selten einen Tier in einem Film Weinen gesehen so wie wir weinen.
00:38:42: also ich bin sehr sicher auch Tiere sind traurig.
00:38:45: uns aber gab vor kurzem ja dieses Thema mit dem Affen der von seiner Mutter verstoßen wurde und von seiner Gruppe.
00:38:51: dann hat er sich glaube ich mit so einem Stoff-Tieraffen angefreundet und so weiter.
00:38:55: da hat man aber nicht gesehen dass dieses Äffchen schluchtend geweint hätte Ja, und deshalb das ist auch ein sehr spannendes biologisches Forschungsthema.
00:39:06: Wollen wir gar nicht zu tief eingehen?
00:39:08: Aber ich finde wenn man das mal berücksichtigt dass nicht viele Lebewesen... Ich glaube darauf kann man sich einigen.. Dass nicht viele lebewesen weinen können außer uns, dass es schon wie so ein biologisches Upgrade ist Und dessen sollte man sich auch bewusst sein wenn man die Bedürfnisse hat zu weinen.
00:39:27: Und deshalb sollte man das eben nicht immer nur in diesen ... ... Versionen sehen, okay bin ich alleine oder habe ich Trost.
00:39:38: Bin ich depressiv verstimmt?
00:39:40: Oder ist es eher einfach Druck der sich entlädt?
00:39:45: Zum Beispiel die meiste Heulerei also wirklich mit Abstand hab' ich beim Fußball erlebt.
00:39:53: Also da ist geheult worden ohne Ende Ohne Ende Ja, und da denke ich mir auch Leute.
00:40:01: Also etwas überspitzt formuliert könnte man sagen jetzt ist doch nur Fußball.
00:40:07: aber der Druck der sich natürlich bei den Athleten teilweise auch bei den Verantwortlichen aufbaut ja dafür brauchst du natürlich auch irgendwo ein Ventil Und Du kannst nicht immer jemanden umpumpen.
00:40:18: das gibt zwei gelbe Karten und damit gelb rot.
00:40:22: Du kannst dich drei Tore in jedem Spiel machen, um deine Emotionen rauszuballern.
00:40:28: Das heißt dann muss dieser Druck auch weg und es ist aber nicht immer nur gewesen wenn jemand eine Mannschaft verloren hat und die haben dann aus Traurigkeit geweint sondern wirklich wenn auf einmal ein bisschen der Kabine guckst in die Ecke da sitzt einer und holt Rotz und Trotzblasen oder denkst du dir why?
00:40:51: Aber im Grunde ist es nun mal wirklich eine Möglichkeit und das sollte man dann eben auch als biologisches Upgrade sehen und nutzen, dass man die Möglichkeit hat zu weinen.
00:41:05: Ich
00:41:08: finde es sehr interessant.
00:41:10: vor allem jeder der einmal irgendwann in einem Fußballstadion war weiß eigentlich was.
00:41:20: wenn man das jetzt von dieser Perspektive aussieht dann weiß man, was das mit Menschen machen kann.
00:41:28: Also wenn du fünfzigtausend Menschen in einem Stadion hast und es geht um so ein Fußballspiel, du siehst welche Kräfte auch unter den Fans zum Beispiel.
00:41:38: Was das für Energien sind die da freigesetzt werden.
00:41:41: Enorm!
00:41:42: Das ist ja nicht nur einfach ein Fußball-Spiel.
00:41:45: also für die, die irgendwie mit Fußball nix am Hut haben macht's trotzdem mal weil ich hatte jetzt gerade im Wochenende hatte ich jemanden dabei die grundsätzlich irgendwie schon auch sehr aktiv ist im Fußball und Fußball-Fan ist so, aber es war noch mal eine andere Gewalt da in Köln in einem Rhein-Energie-Stadion zu sein.
00:42:07: Das ist natürlich auch sehr speziell, aber das ist wirklich eine Wand von Emotionen.
00:42:12: wenn ich mir jetzt vorstelle wo davon Kraft fällt dann?
00:42:17: Wenn ich mir vorstellt du bist da unten und stehst als Fußballspieler alle zwei Wochen Zuhause.
00:42:29: Die Erwartungshaltung, der Druck die Medien letztendlich auch aber auch die Fans diese Energie die du das spürst wenn du auf dem Platz stehst.
00:42:38: Das muss gewaltig sein und ich glaube dann bist du auch sehr schnell in so einem Modus von Versagensängsten.
00:42:46: Druck auch dass du dir liefern musst und nicht nur dass der Verein das von dir erwartet sondern eben einfach auch die fans Und dann mal so siehst, wie der eine oder andere fählen sich dann vielleicht auch mal Spieler kreilt und was davon ein Wucht da ist.
00:43:01: Das ist nicht zu erklären wenn man es nicht erlebt hat.
00:43:05: Was ich aber noch sagen wollte, das gibt ja aus dem Bereich auch der Märchen oder der Geschichten werden Tränen eingesetzt als etwas sehr Positives.
00:43:17: Ich weiß nicht ob du daran erinnerst zum Beispiel Grimmsmärchen, Krabhunzel Da heilen Rapunzels Tränen die blinden Augen ihres Prinzen.
00:43:31: Und bei Harry Potter in der Reihe, da haben die Phönix-Tränen eine Heilkraft wenn man sich daran auch trennt.
00:43:42: Also ich glaube dass das Wenn man sich mal so ein Querschnitt nimmt dann sind Träne eigentlich eher positiv besetzt.
00:43:54: Da kannst du jetzt noch weiter einsteigen und dann findest du immer mehr Material eigentlich.
00:44:00: Aber am Ende des Tages ist es, glaube ich auch
00:44:02: gut
00:44:03: wenn man sich so was einfach nochmal vornimmt.
00:44:08: Wenn man auch noch mal sich damit ein bisschen intensiver beschäftigt oder gerade dann, wenn's schwer fällt zu weinen... Ich glaub wirklich das ist auch eine Kultur zwischen mir und meinem Vater.
00:44:22: übrigens by the way fällt mir allen dass wir es jetzt irgendwie auch nicht so richtig toll finden zu weinen.
00:44:27: Es ist jetzt nicht so, dass das unser Hobby geworden ist und dass wir sagen je wie man es ist dann endlich wieder soweit.
00:44:34: aber wir haben auch Momente wo es überhaupt nichts zur Debatte steht.
00:44:40: Ist es okay zu wein oder nicht okay zu bein?
00:44:44: Man tut es auch und ich finde auch Tränen bringen nähe wenn man den richtigen Menschen findet mit dem man zusammenweint.
00:44:53: Das hat schon, weil du gerade gesagt hast das ist auch was sehr Privates und es gibt kaum etwas Privateres als das.
00:45:04: Deshalb ist es ja auch wichtig meiner Meinung nach in dem Moment wo ich wenn sich jemand entscheidet zu weinen dass man das auch völlig aus Sicht der Betrachter eben nicht versucht zu werten.
00:45:21: wir haben natürlich immer noch so Themen.
00:45:23: Ich glaube auch, dass es leider immer noch so ein Kompetenzthema ist.
00:45:31: Dass man aus der Arbeitswelt und dem öffentlichen Raum auf der Showbühne in den Medien immer noch das unbewusste Vorteil hat, dass drehen eher einen Zeichen für Kontrollverlust oder sein kann.
00:45:47: Und die Kontrolle zu behalten ist immer noch in vielen Bereichen die soziale Währung Nummer eins und deshalb glaube ich, ist es schon erstmal wichtig das was unser Gehirn normalerweise unmittelbar macht wenn wir jemanden Wein sehen.
00:46:07: Das ist es springt in den Hilfsmodus und ich glaube dass muss man erst mal auch laufen lassen ohne Wertungen sich in einem Umfeld oder eines Umfelds klar zu werden, wo es eventuell auf Leistung ankommt.
00:46:22: Auf Souveränität, auf Haltung und so weiter und sofort, sondern dass man eher wirklich sagt das ist jetzt kein Systemfehler der da gerade stattfindet wenn jemand weint, sondern da braucht jemand Unterstützung.
00:46:38: Und interessant ist, dass du die dass du die beiden Märchen, und Harry Potter ist meiner Meinung nach auch ein Märchen genannt hast.
00:46:50: Es gibt einen sehr alten, sehr schönen Spruch über Tränen von einem libanesischen Dichter Khalil Gibran als dieser Mensch, der gesagt hat es muss etwas seltsam Heiliges im Salz sein ist es doch in unseren Tränen und im Ozean.
00:47:16: Und das bringt es meiner Meinung nach schön zusammen, dass auf der einen Seite etwas Verwundbares zeigt und auf der anderen Seite aber etwas ist was uns zu etwas Besonderem macht Mir gerade im Verhältnis oder im Vergleich eben zu anderen Lebewesen auf dieser Art und Weise.
00:47:49: Und ich denke, dass die eine oder andere Träne, die man so ein Knopfloch hat auch ich, die darf ruhig mal raus?
00:47:57: Ja mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.
00:47:59: Das ist ein richtig schönes Schlusswort für diesen... Lass mir das aber genauso stehen finde ich es sehr gut!
00:48:10: Einmal durchatmen Und vielleicht über das Wochenende und am kommenden Freitag können wir uns schon wieder mit einer neuen frischen Ausgabe.
00:48:20: Wir schicken euch ein paar Tempotaschen hier rüber, hoffen wir, dass euch die VGR inspiriert hat anstatt zu weinen gebracht.
00:48:28: Und wenn es so ist dann auch das völlig in Ordnung.
00:48:32: Definitiv!
00:48:32: Vielen Dank, einen wunderschönen Wochenende an alle.
00:48:35: Vielen Dank Mike.
00:48:36: Danke dir bald.
00:48:38: Bis bald.
00:48:40: Lauf dich frei.
00:48:43: Ein Mental Health Podcast.
00:48:46: Eine Produktion
00:48:47: von Goodwill
00:48:48: Run, wir denken Mark Neu!