LAUF DICH FREI-DEIN MENTAL HEALTH PODCAST MIT MIKE KLEISS UND DR. BURAK YILDIRIM

LAUF DICH FREI-DEIN MENTAL HEALTH PODCAST MIT MIKE KLEISS UND DR. BURAK YILDIRIM

Transkript

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00:00:06:

00:00:27: Willkommen zurück lieber Burak.

00:00:28: und direkt die Frage an dich.

00:00:30: Wann warst du das letzte Mal nostalgisch?

00:00:34: Ja, vor kurzem!

00:00:36: Das ist einfach wunderbar.

00:00:37: Es hat hervorragend zu der Folge gepasst, weil ich mir gedacht habe, Mental Health Moment der Woche von.

00:00:51: Lekofanee,

00:00:52: genau aber in einem Zusammenhang nämlich völlig kalt erwischt hat weil ich nie gedacht hätte dass die Personen, die dieses Lied abgespielt haben das Lied überhaupt kennen.

00:01:04: und deshalb war ich sehr nostalgisch und sehr auf eine gewisse Art und Weise berührt.

00:01:12: aber da kommen wir gleich zu.

00:01:15: Und du, wann

00:01:16: warst du das letzte Mal nostalgisch?

00:01:18: Nostalgisch.

00:01:19: Vor drei Wochen ungefähr.

00:01:21: Da war ich sehr nostalgische.

00:01:22: Da hab' ich mit einem... Kann man gern sagen halb Kurs, sondern telefoniert.

00:01:28: nach Jahrzehnten muss man leider sagen und wir haben uns ausgetauscht über Kindheitsmomente also nicht hier im Mittelherz momentan der Woche zu dem wir gleich kommen, sondern es waren Kindheitsmomente zusammen in Urlaub gefahren mit den Eltern.

00:01:43: was da so passiert ist Auf der Fahrt dahin, dass seinen Eltern vom Dachgepäckträger die ganzen Koffer runter geflogen sind mitten auf der Autobahn und alle Klamotten wegflogen.

00:01:57: Dass es einen Sturm gegeben hat als wir gezeltet haben unsere Eltern uns gerettet haben auch in dieser regnerischen stürmischen Nacht wo wir in einer auf einem Bergplato übernachtet haben und gar nicht mit gekriegt haben das ist sehr gefährlich hier geworden.

00:02:12: also es gibt so Erinnerungen einfach die wir ausgetauscht haben vor einigen Wochen.

00:02:18: Da häng ich, wie du merkst immer noch so Wissen drin.

00:02:22: Cool!

00:02:22: Noch nicht allzu lange her.

00:02:24: Cool...

00:02:25: Aber wenn es so gespeutert ist, das geht ja gleich um Nostalgie und was das mit der mentalen Gesundheit macht.

00:02:33: beziehungsweise es gibt die These dass Nostalgie uns Menschen dankbarer machen lässt Und dass es Forscher gibt, die das tatsächlich genauer wissen wollten und geforscht haben.

00:02:43: und das kam ganz interessante Dinge dabei raus Und darüber wollte ich mich gerne mit dir unterhalten, aber du hast jetzt so Gas gegeben in Sachen Spoiler.

00:02:52: Dass sich jetzt ein bisschen mein Herz klopft laut und möchte wissen wie dein Mönzelhärtner wieder war?

00:03:00: Ja eigentlich streng noch nicht besonders, also nichts besonderes weil im Grunde ist eine Alltagssituation gewesen und zwar haben wir es werden viele Eltern kennen die mindestens ein Kind haben.

00:03:18: Nämlich das Thema, welche Musik wird im Auto gespielt?

00:03:24: Ja genau und allein da kann man ja schon sehr nostalgisch werden wenn man bedenkt früher gab es nur Radio dann gab's Kassetten Dann gab's CDs und so weiter und sofort.

00:03:37: Und heute gibt´s ja Streamingplattform Und dann heißt es immer, ja können wir das hören.

00:03:43: Können wir die Liste hören und können?

00:03:47: bei uns ist halt seit ein paar Jahren, seitdem die Kinder dann eben die große weite Welt der Musik Streaming Plattformen entdeckt haben, ist bei uns immer das Thema, können wir eine Warteschleife machen?

00:04:04: In dieser Warteschleife geht das Reihe um.

00:04:06: Also meistens ist dann so der Fahrer oder die Fahrerin, da wechseln sich meine Frau dann je nachdem noch ab bis dann irgendwann die Kinder auch mal fahren wollen.

00:04:15: Ist so, dann meistens darf dann derjenige der fährt das erste Lied aussuchen und dann geht es ein bisschen rein um Und da ist dann alles dabei also von Raffkamera über Abhatsche Dann ein paar Liebeslieder und dann kommt Eiliva noch mit dazu und so weiter.

00:04:37: Und so haben wir jetzt letzte Woche eine Liste gemacht, und auf einmal kam Smooth Operator von Schadier.

00:04:49: Ich habe erst so ein bisschen geguckt... Also ich hatte das Lied nicht auf die Liste.

00:05:04: Dann hab ich natürlich davon ausgegangen, dann wird's wahrscheinlich meine Frau vielleicht gemacht haben.

00:05:10: Die zeigt aber überhaupt keine Reaktion.

00:05:11: Also so ne?

00:05:13: Kennst du das ja?

00:05:13: Ja mein Lied!

00:05:14: Jetzt ist weil... Ich habe meinen Lied ausgesucht und sie wippte gar nicht.

00:05:20: Sie machte also überhaupt keine Regung.

00:05:23: Das Lied ist ja phänomenal.

00:05:25: Ich glaube es kennen ja alle.

00:05:27: Wer es nicht kennt muss man sich anhören.

00:05:29: Das ist einfach eine Gänsehaut-Lied.

00:05:32: So und ich so, ich gucke da mit einem Auge rüber.

00:05:35: Keine Reaktion!

00:05:37: Und dann denke ich mir okay spätestens nach zehn, zwölf Sekunden werden wahrscheinlich die Kinder irgendwie motzig hinten und werden dann anfangen so nach Motto wer hat das denn ausgesucht?

00:05:53: usw.

00:05:54: Und dann kommt der Refrain und alle drei Kinder von der Rückbank.

00:06:02: Doch, doch!

00:06:05: Das gibt's ja nicht.

00:06:06: Ich hab das ja klar gesagt.

00:06:07: Wer hat das denn auf die Liste gesetzt?

00:06:09: Da sagt mein Sohn...

00:06:11: Ja ich?

00:06:13: Er ist sechzehn muss man dazu... Ja und aber die beiden Mädels direkt eingestellt, direkt rein als wäre da so ein ganz klassisches aktuelles Lied und wird bei den Charts rauf und runtergespielt

00:06:26: usw.

00:06:28: Und dann hat mich das natürlich nicht losgelassen, habe ich gedacht Der ist noch super, super Song.

00:06:34: Super Auswahl!

00:06:35: Er hat es auf jeden Fall in die Warteschleife... ...der Yrdrems verdient.

00:06:41: Sag ich aber wie kommt ihr denn da rauf?

00:06:42: Dann sagte meine Mittlerin... Die kleine kannte das nur über die beiden großen.

00:06:46: Meine mittlere sagt ja ich kenne das.

00:06:48: Aber kann jetzt gar nicht sagen warum.

00:06:52: und dann sagte mein Sohn Ja ganz einfach Ich kenne dass aus der Formel eins Und ich so wie aus der formel

00:06:58: eins

00:07:00: Sagt er ja wenn jeder jeder Ähm, Fahrer hat wenn er einen Rennen gewinnt, hat der ein eigenes Lied.

00:07:08: Das wird dann über das Team Radio abgespielt.

00:07:12: Ja sag ich und wer hat dieses Lied?

00:07:15: Sagt ja der Carlos Sainz, der hat das Lied!

00:07:18: Da hattet ihr das da gehört und man fand dir das so cool und du musst ja vorstellen dass Lied läuft bei dem Kerl also bei unserem Sohn rauf und runter Das

00:07:28: ist ja Spooky.

00:07:30: Aber diese Konstellation, dass ich eigentlich wie gesagt auf meine Frau geguckt habe und gedacht hab okay die wird das ausgesucht haben oder auf einem Austen von der Rückwahl mit einer Wumms.

00:07:41: Das war Nostalgie pur.

00:07:44: Okay

00:07:45: aber das ist wirklich nostalgisch.

00:07:47: Das ist sehr richtig nostalgische.

00:07:53: Wenn du das nicht mitkriegst, dass deine Kinder da schon längst irgendwie addicted sind bei diesem Song Verrückt?

00:07:58: Da stelle ich mir ja kurios vor.

00:08:00: Ja, sehr!

00:08:01: Erwartest du ja nicht weil wir gesagt werden ja... Wir hatten auch ein paar Banditen auf der Liste.

00:08:06: Ja klar und dann saßt ihr ja auch irgendwie so, da könnt man denken, guck mal hier ist ein schöner Oldie noch.

00:08:11: Aber hallo.

00:08:11: Oder?

00:08:12: Eine Oldie aus dem Jahr nachts in den viernachtzig.

00:08:15: Ich hab neulich auch Terence Tren Dabi gesehen.

00:08:17: übrigens, weißte ich nicht, oder Terrence Tren Davy noch so was sagen.

00:08:20: Ja klart.

00:08:21: Den gibt es auch noch und das sieht immer noch aus wie früher, aber in alt halt jetzt zwischen Aber es sieht noch genau so aus.

00:08:29: Also, er sieht auch wirklich die Figur genauso... Krass!

00:08:33: Es ist eine Zeitreise aber das ist wirklich toll.

00:08:37: also Nostalgie merken wir gerade ist auf jeden Fall ein sehr schönes Thema.

00:08:41: Zweifel Zone.

00:08:42: Gefällt mir.

00:08:43: Definitiv.

00:08:45: Und bei dir?

00:08:50: Bei mir war's so dass ich wirklich eine Situation hatte wo ich einen harten Schweinehund-Moment hatte, die völlig ohne erwartet.

00:09:01: Das war sehr lustig!

00:09:04: Die Situation war jetzt irgendwie völlig random gar nicht so besonders aber ich hatte mich verabredet... Ich wollte ins Fußballstadion am Samstag und hatte mich noch mit einem Pressmann verabreitet und wir haben gesagt, komm lass uns vorher noch ein bisschen vollstücken.

00:09:24: Genau, macht sich jeder von uns ins Stadion.

00:09:26: Er musste ja irgendwie beruflich hin und ich hatte los Fußball zu gucken mit meinem Co-Geschäftsführer.

00:09:32: und dann so war die Situation.

00:09:35: Und da habe ich gedacht, es wurde kalt und es wurde ungemütlich.

00:09:38: Ich dachte, kommst du vielleicht erst mal nicht geplant?

00:09:40: Nimmst das Rad!

00:09:41: Das ist viel einfacher dahin zu kommen und wohlwissend, dass das halt einfach schon ein paar Kilometer sind.

00:09:49: Dann nimmst du das Auto jetzt doch weil... Dann kannst du von da aus auch direkt auf die Autobahn starten und musst nicht erst zurückfahren.

00:09:57: Und so weiter und so weiter.

00:09:59: So, dann kam ich also näher irgendwie an den Frühstücksort... ...und alles war abgesperrt!

00:10:08: Es war einfach alles abgesperrte.

00:10:09: Alle Straßen waren abgesperrs.

00:10:11: Ich kam nicht hin.

00:10:12: Es war unmöglich.

00:10:15: Dann habe ich gedacht okay Scheiß die Wand an Du packst das Auto jetzt irgendwo in der Wallachei.

00:10:22: Was ist denn das Rädchen hinten drin?

00:10:24: Und brauchst du es zusammen?

00:10:25: oder fährst du doch mit dem Fahrrad?

00:10:27: Da hab ich die ganze Zeit mit mir gehadert und gedacht, aber dann brauchst Du so lange wieder zurück.

00:10:31: Bist Du dann auf der Autobahn?

00:10:32: Das dauert nicht lange!

00:10:34: Dann ist es auch echt schon ein ganzes Stück.

00:10:37: Es wird kalt, Du hast eigentlich nicht die beste Jacke dafür an.

00:10:41: Naja egal... Ich habe es dann irgendwie gehadert und dann habe ich doch dieses Fahrrad aufgebaut.

00:10:46: Bin dann erst im Frühstück gefahren.

00:10:47: Das ist irgendwie nicht super weit.

00:10:49: Einfach nur um die Ecke.

00:10:52: Und dann bin ich im Fahrrad in Richtung Stadion gefahren und auch wieder zurück.

00:10:57: Ich sage dir, das war deshalb gut weil auf der Hinfahrt Thema von letzten Freitag.

00:11:10: Ich konnte wirklich komplett abschalten und diesen langen Fahrradweg nutzen obwohl ich durch wahnsinnig viele Fans hindurchgefahren bin quasi und es ist ein Riesen-Zirkus war schon überall habe ich total genießen können, nur mit mir und meinem Körper zu sein.

00:11:26: Und zu fühlen die diese halbe Stunde hin vieles wegblenden können aus oder aufarbeiten können gedanklich oder man hören zu resetten das was da so in einer Woche oder mehr sogar aufgelaufen war.

00:11:44: Ich merkte auch dass mein Grotte Sohlspiegel definitiv sehr hoch gewesen sein musste.

00:11:48: der fuhr so langsam runter Und ich hatte eine richtig, richtig gute Zeit im Stadion und es war auch gut mit dem Fahrrad wieder zurückzufahren.

00:11:56: Die selbe Strecke!

00:11:58: Weil das ja ein Fußballspiel war, dass ziemlich intensiv war und ich habe viele ganz viele Gespräche gefüttert und wiederum die Zeit genutzt hab und wieder runtergefahren bin.

00:12:08: Wieder was für mich getan hat.

00:12:11: Am Ende des Tages habe ich dann irgendwie das Fahrrad reingeschmissen, bin auf die Autobahn gefahren und also noch eine relativ lange Fahrt von mir und dachte mir wie cool Danke an die Polizei in Köln, dass sie alles abgesperrt haben.

00:12:22: Sonst wäre ich zu diesem Moment nicht gekommen und das klingt so lapidar.

00:12:27: Die haben das für dich getan?

00:12:29: Richtig!

00:12:30: Genau.

00:12:32: Dankeschön danke dafür.

00:12:33: Es klingt sehr lapidar aber es ist wirklich weil wir das letzte mal in der Folge darüber gesprochen haben.

00:12:38: Aber es braucht manchmal ja dann auch irgendwie diese Überwindung.

00:12:43: jetzt packe ich's aber auch an Jetzt will ichs wissen.

00:12:45: jetzt ziehe ich trotzdem durch Und dieser Moment, ich kenne den ja gut und jeder von uns kennt ihn.

00:12:52: Aber was daraus entstanden ist, hätte ich nicht vermutlich gehalten.

00:12:57: Und jetzt bin ich mehr infiziert und versuche wirklich so weit es geht ganz, ganz viel mit Fahrrad zu machen und nehme mir da eben dann immer mein Moment raus.

00:13:12: Das war aber mir los!

00:13:14: Cool!

00:13:15: Ja,

00:13:16: danke fürs Teilen!

00:13:19: Ja, aber ich fand es sehr interessant was du erzählt hast.

00:13:23: Was die Nostalgie angeht?

00:13:25: Ich fand das sehr interessant deshalb weil ich wirklich immer und immer wieder überlegt habe in den letzten Monaten und vielleicht so zwei drei Jahren ist das eigentlich mit der Nostalgie.

00:13:41: Jeder von uns hat solche Momente Und manchmal fühle ich mich schlecht dabei, wenn ich da so drin gefangen bin.

00:13:46: Weil ich denke naja das ist ja auch alles irgendwie rückwärtsgewandt und ich möchte eigentlich nicht rückwerksgewandte sein und in irgendwelchen Erinnerungen schwelgen die du sowieso nicht mehr zurückbekommst.

00:13:58: und was bringt es sich damit auseinanderzusetzen?

00:14:01: Was bringt es letztendlich das alles nochmal hochleben zu lassen und dazu gehört auch sowas wie Klassen treffen zum Beispiel Ich weiß nicht, also das ist ja immer so ein riesen Anknüpfungspunkt nochmal in Nostalgie zu sperken.

00:14:18: oder manchmal sind es auch Gespräche mit Vater- oder Mutter- oder mit Verbanden.

00:14:23: Manchmal sind es Freunde die man ewig lange nicht gesehen hat und mit denen mal Erinnerungen teilt.

00:14:29: Es gibt die These Und das ist etwas gewesen was ich dann in diesem ganzen Kontext schon aus sehr krass fand dass Nostalgie Menschen dankbarer macht.

00:14:44: Und die These ist, wer sich zum Beispiel alte Fotos anschaut und den schönen Erinnerungen schmerkt besinnt sich auf seine Liebsten.

00:14:53: Und dadurch dankbarer zeigt zumindest ein internationales Forschungsteam.

00:15:00: diesen Effekt kann man demnach ganz gezielt auch lenken.

00:15:08: Was hast du dazu?

00:15:09: Wie kann das sein?

00:15:12: Der Studienautor Jeffrey Green Psychologin, nämlich an der Virginia Commonwealth University hat im Konditionen diese These aufgestellt und fing an zu forschen.

00:15:24: Und da geht es eben um mehr als einfach nur nostalgische Traumereien.

00:15:31: Richtig!

00:15:32: Aber das ist für mich ein Thema wie in elf Metern gewesen ohne Torwart weil ich bin sehr gerne nostalgisch ... auch immer sehr dankbar macht.

00:15:49: Und ich hätte also bei dieser, es war primär eine Befragungsstudie... Da hätte ich auf jeden Fall ganz weit vorne gestanden.

00:15:59: Also da wäre ich sozusagen der Teilnehmer des Kurses gewesen in der Studie!

00:16:06: Weil, also ich sage das ganz oft in der Sprechstunde Mein Kunden, wenn es im Kontext natürlich passt, dass ich sage ja die Vergangenheit können wir nicht verändern.

00:16:20: Aber die Zukunft gestalten.

00:16:22: aber das Schöne an der Vergangen- heit vor allen Dingen an der nostalgischen Variante ist, dass das ja zumindest in meiner Welt eine ganz ganz wertvolle vor allem auch soziale Funktionen hat.

00:16:40: Jetzt ist es Gott sei Dank so, wenn man Familie hat in meinem Fall auch Geschwister die Eltern leben noch dann hat man eine eigene Familie mit Kindern und einer wunderbaren Ehefrau.

00:16:56: Dann braucht man meistens gar nicht In der Vergangenheit zu schwelgen sondern man hat in der Gegenwart Und auch in den näheren Zukunft auf Dinge, die man sich freuen kann schon toll genug zu tun.

00:17:09: Aber ich glaube, dass das Thema Nostalgie und mal so eine Zeitreise auch eine eigene Zeit Reise wie man sich entwickelt hat allen voran im Bereich der Ausbildung.

00:17:22: Im Bereich was ist man für ein Mensch?

00:17:26: Was ist man von Charakter?

00:17:27: Was hat man erlebt?

00:17:30: Wer hat einen geprägt und da gibt es so viele tolle Möglichkeiten dran zu hängen und ich glaube, dass man in einem überwiegenden Zahl dann auch diese Dankbarkeit fühlt.

00:17:46: Und wir hatten ja das Thema Dankbarkeits vor zwei Wochen bei dem Gespräch mit Benjamin Henrichs.

00:17:54: Das war ja mein Mental Health Moment der Woche als sich die Studie zitiert hatte von den herzkranken Teilnehmern also Studienteilnehmern bei der die eine Gruppe das Dankbarkeits-Tagebuch geführt hat und die andere Gruppe nicht.

00:18:11: Und mit dem Dankbarkeitstagebuch nach relativ wenig Wochen eine bessere Herzfunktion hatten.

00:18:21: Das heißt also, es führt auch unmittelbar nicht nur zu emotionalen Veränderungen sondern Dankbarigkeit führt auch zur organischen Veränderung.

00:18:32: Das ist deshalb umso schöner und ich glaube ein nostalgisches Experiment oder Selbstversuch habe ich ja mit meinem Mental Health Moment dieser Woche schon bewiesen, nämlich mit dem Thema Musik.

00:18:48: Weil das auch einen Bestandteil der Studie war, nämlich dass die Versuchspersonen, die bestimmte Musik gehört haben die Nostalgie auslösen sollte.

00:19:05: Danach Dankbarkeit, also die Dankbarheit mit Stieg oder das Dankbarkeitsempfinden und deshalb ist es eine wunderbare Studie.

00:19:17: Es ist vor allem ein wunderbares Thema dass wir heute beleuchten dürfen.

00:19:22: Vielleicht mal ganz persönlich was lässt sich in Sachen Nostalgien dankbarer werden?

00:19:26: Also wenn du an spezielle Dinge vorkommst, aber im Moment geben halten, was auch immer denkst.

00:19:34: Was löst da Dankbarke hat denn der aus?

00:19:37: und wie genau sieht das aus?

00:19:38: Wie ist da die Mechanik?

00:19:40: Ja in erster Linie fängt es natürlich bei mir damit an, was meine Eltern uns ermöglicht haben und damit meine ich in keinster Weise materielle Dinge sondern vor allen Dingen emotionale Inhalte, die meine Eltern vermittelt haben.

00:20:00: alleine Das habe ich mal in einer anderen Folge kurz erwähnt, allein dieses Gedankengut was meine Eltern uns eingeimpft haben.

00:20:10: Dass man letztendlich alles erreichen kann.

00:20:15: Was man will und gleichzeitig wuchs aber erst später wenn man als Kind dann anfängt oder als junger Erwachsene Zusammenhänge zu erkennen dass man streng genommen sieht die eigenen Eltern nicht klassisch alles erreichen konnten, was sie hätten erreichen können.

00:20:42: Und uns aber trotzdem das Gefühl gegeben haben dass wir alles erreichen können Was wir dann auch nicht nur geglaubt haben sondern jeder einzelne von uns wenn ich jetzt nur auf meine Brüder schaue jede einzelne Von uns auch Dann tatsächlich erreicht hat und auch immer noch erreichen kann ja immer noch ziele Die meiner Meinung nach sehr realistisch sind die wir auch Toi toi toi, wenn wir gesund bleiben.

00:21:05: Wenn wir fokussiert bleiben auch erreichen können.

00:21:10: und gleichzeitig erinnert mich dankenswerterweise meine Frau oft auch mit nostalgischen Erinnerungen und Situationen daran dass sie dankbar ist das ich dankbar bin für diese erlebnisse und für dieser Erfahrung wenn ich alleine unseren gemeinsamen werde gang vor Augen führe und was wir gemeinsam erreicht haben mit der gegenseitigen Unterstützung.

00:21:39: Und auch dem gegenseItigen Glauben in die jeweilige Person, das Vertrauen in die jewelige Person.

00:21:47: Das lässt mich eigentlich jedes Mal schon für einige Maktes übertrieben sein.

00:21:54: Für mich ist es das nicht weil ich es einfach nicht selbstverständlich was wir teilweise geschafft haben, da kriege ich manchmal also quasi wie Gänsehaut.

00:22:03: Und deshalb schwelge ich gerne in diesen Zeiten und in diesen Erinnerungen um auch das hier-und jetzt zu würdigen, zu genießen und gleichzeitig aber auch weiterhin den Antrieb zu haben, gewisse Dinge zu erreichen beziehungsweise auf unsere Kinder zu transportieren.

00:22:29: Und das ist etwas, was sicherlich so in diesem privaten Bereich reingeht.

00:22:36: aber ich werde auch gerne in nostalgien anderer Leute die uns die Möglichkeit geben da reinzuschauen.

00:22:44: also ob dass eine berühmte Persönlichkeit im Sinne einer Autobiografie oder wenn man jemandem hört sich jetzt blöd an aber wenn man früher eine Gruppe hatte im Musikbereich, die man gut fand und dann mit dieser Gruppe in Anführungsstrichen aufgewachsen ist

00:23:05: usw.,

00:23:06: was man dann teilweise für Erinnerungen damit verbindet.

00:23:09: Also es gibt so viele Ankerpunkte, die allein das Thema Sport sind.

00:23:16: Das ist ein Universum für sich.

00:23:18: also wenn man da eintaucht als eigener aktiver Sportler, als Verein den man unterstützt hat und wir haben über einen Verein im Vorlauf unserer heutigen Aufzeichnung gesprochen.

00:23:32: Das ist schon verrückt und mir zeigt es halt immer wieder wie verbunden ich mich zu Menschen fühle zu Menschen vor allen Dingen, die natürlich viele, viele Dinge für mich ermöglicht haben.

00:23:48: Die mit mir diese Wege gegangen sind, die mich teilweise bedingungslos unterstützt haben und ... Diese Verbundenheit ist für mich schon unheimlich viel wert.

00:24:08: Es ist ganz lustig!

00:24:08: Ich hab eigentlich aus dem Nostalgie Moment ganz viel immer mitgenommen.

00:24:19: Auch wenn es um Dankbarkeit geht und das gehört irgendwie ganz extrem auch zu... Zu mir, und auch zu unserer Familie in Stuttgart.

00:24:29: Weil einfach viele Sachen in meinem Leben so zumindest gelaufen sind.

00:24:32: Die sind alles andere als selbstverständlich.

00:24:35: Und klar genauso wie du gabst irgendwelche Dinge für die ich ja ganz hart gearbeitet habe.

00:24:43: Aber meistens sind es ja diese intensiven Sachen die dann Nostalgie auslösen.

00:24:49: Also intensive Momente, die man hatte oder Begegnungen, die auch immer.

00:24:55: Je intensiver das zu mehr haben sie sich eingebrannt und deshalb bin ich da auch total dankbar.

00:25:02: Ich bin fast, man müsste schon sagen, dauerdankbar weil es so viele Sachen gibt in der Vergangenheit, die zu was Guten geführt haben auch schön sind, dass man sie immer noch hart und weißig tragen kann.

00:25:16: Nämlich als Erinnerung erstmal und vielleicht auch so was auch nochmal weitergeben kann und wieder beleben kann.

00:25:26: Ein Beispiel dazu ein Kollege mit dem ich wirklich lange zusammengearbeitet habe und der den ich damals schon irgendwie total geschätzt habe.

00:25:38: Wir haben als ich dann irgendwann so diese Art des Arbeitsplatzes verlassen hab oder den Sender damals in dem Fall verlassen sind wir trotzdem unregelmäßig im Austausch gewesen.

00:25:47: Nicht oft, aber immer dann wenn mal an noralgischen Punkten und das war immer eine besondere Form von Nähe und einfach immer dann immer wahnsinnig gut für mich, wenn wir uns über den Weg gelaufen sind.

00:26:01: Und der hat dann aufgehört bei diesem Radesender ich ja nun wirklich schon früher bei ihm was jetzt Renten bedingt.

00:26:07: er ist ein paar Tage älter als ich und hat den Sender auch lange jahrelang geführt nämlich SWR Drei und hat dann ein totales, also es ist ein bisschen früher in die Rente gegangen als eigentlich notwendig.

00:26:21: Und er hat sich jetzt als Bürgermeister in Baden-Baden quasi, so hat er kandidiert und ist in die Stichwahl gekommen und da hat das gestern tatsächlich das Ding gerockt gegen eine Frau, die auch mal bei der Höhle der Löwen mitgemacht hat.

00:26:37: Und am Ende wurde diese Wahlkampf auch irgendwie total schmutzig kurze Zeit erst nach Baden-Waden gezogen und die Menschen in Baden Waden wollten halt auch jemanden, der einfach da ewig schon lebt.

00:26:50: Und das tut der Thomas Jung seit ca.

00:26:53: zwanzig Jahren oder noch mehr.

00:26:56: Ich weiß es noch ganz genau und deshalb bin ich so dankbar diesen Nostalgiemoment mit ihm zum Beispiel zu haben.

00:27:04: Die erste Begegnung kam irgendwie neu ins Sender, ich war schon da und er ist dann bei mir vorbeigekommen wollte mich irgendwie kennenlernen Ja, heute Runde.

00:27:14: Und wir haben einen Hundespaziergang gemacht und irgendwie da fing es so an dass das eine ganz tolle Begegnung war.

00:27:20: Das weiß ich noch ganz genau.

00:27:21: also das erste Aufeinandertreffen mit ihm was sich damals schon total angenehm fand.

00:27:26: dann über die Zeit gibt's ganz viele nostalgische Geschichten auch mit ihn und jetzt wird der Bürgermeister auch noch seine Erfolgsgeschichte geht irgendwie weiter wird als Bürgermesser dieser Stadt die total im Arsch ist.

00:27:38: Wann wissen irgendwie wenigstens hat immer noch so ein Glanz nach außen.

00:27:41: aber die Stadt ist komplett im Arsch?

00:27:43: Komplett Also, die hat irgendwie schon ein bisschen das Dach und keine Ahnung.

00:27:49: Jetzt stellt sich diese Aufgabe.

00:27:51: Und ich bin dankbar, dass ich das alles so miterleben durfte mit ihm damals.

00:27:55: Ich bin jetzt auch dankbar mitzubekommen durch... Jetzt kann man sagen es ist ja nun Oberbürgermeisterwahl.

00:28:02: Aber ich bin bedankbar zu sehen, dass wenn jemand etwas wirklich will und mit vollem Herzen tut dann kannst du Erfolg wahrscheinlich so oft wiederholen wie's irgendwie geht Wenn du eben Kraft daran investiert, wenn du Glaube hast.

00:28:19: Wenn du vielleicht auch ein Stück weit Nostalgie damit reinpackst und eben diese Dankbarkeits das so mitkriegen zu dürfen und daraus was im besten Falle auch noch etwas zu lernen Das finde ich irgendwie was ganz ganz ganz wertvolles.

00:28:36: Und da haben wir noch nicht über Kindheitsmomente gesprochen Wir haben noch nicht die Momente gesprochen Aber es ist jetzt Musik oder Abnis.

00:28:45: Momente sind, wo ich die Fußball Bundesliga auf dem Rücksitz meines Großvaters im Auto alleine gehört habe.

00:28:52: Währenddien im Wochenendhaus waren und ich hab mich daraus geschlichen aus diesem bekloppten spießigen Wochenendhaussetting und hab' mich in einen alten Peugeot... ...einen weinroten Peugeo vierhundertvier gesetzt und durfte dann auf der Rückbank die Bundesligakonferenz hören.

00:29:08: Ewig her!

00:29:09: Aber heute bin ich da total dankbar drüber Aber damit ist meine Grundlage gelegt worden, Spaß und Fußball zu haben.

00:29:18: Ja, es ist doch verrückt!

00:29:22: Jeder von uns kennt diese Momente.

00:29:26: Ich habe erst gezweifelt und dachte mir, was hat das jetzt mit Dankbarkeit zu tun?

00:29:31: Es hat einen direkten Impact in Sachen Dankbarkeits.

00:29:38: Was ich ein bisschen lernen musste... und auch sehr, sehr spät kanalisiert habe.

00:29:46: Es gibt ja natürlich auch noch die Kehrseite wenn man in der Vergangenheit reist, nämlich dass man sich an gewisse Menschen oder an gewissen Dingen erinnert, die einen negativ betroffen haben.

00:30:03: Und ich musste lernen das letztendlich aber für mich Wie ein Treibstoff oder von mir ist auch wie ein Rohstoff, für dann eine gewisse Form der Dankbarkeit war.

00:30:21: Weil letztendlich gab es, wie man immer so schön sagt, es gibt halt nicht nur Fans die man auf seinem Weg zum erwachsenen Leben oder zu seinen beruflichen Leben hat.

00:30:34: Es gibt auch so die ein oder andere, die dann ja sagen wir mal so den Fuß raushält.

00:30:39: Oder die ich mal anrempelt und so weiter und sofort.

00:30:43: Und wie bei so vielen Die das erleben hat das natürlich bei mir immer auch eine gewisse art von zorn ausgelöst und auch Natürlich auch in einer gewissen form von traurigkeit.

00:31:00: aber ich habe dann sehr spät, aber vielleicht auch noch rechtzeitig.

00:31:04: Das werden wir sehen.

00:31:07: Für mich realisiert dass das genau die Momente ja auch waren, die dazu geführt haben, dass man da ist wo man isst.

00:31:16: also ich habe immer mal wieder mit jemandem der mir sehr nah steht ein Gespräch über einen Elternteil über das sich die Person oft aufregt weil er sagt Ja und Das nicht so gelaufen, wie man das hätte machen müssen und irgendwie also dass man sich einfach.

00:31:38: Unwohl heute noch unwohl als gestandene erwachsene Person damit fühlt, wie sie sich das Elternteil zu einer damaligen Zeit dem Kind gegenüber Verhalten hat.

00:31:49: Und ich sag dann ganz euch hör mir das dann natürlich gerne an weil nochmal die Person steht mir sehr nahe und sagt dann immer Ja und unter anderem ist dieses Elternteil dafür verantwortlich, dass du dieser Mensch geworden bist der Du bist.

00:32:11: Weil am Ende des Tages ist es nun mal so man wird halt nicht immer nur gepudert was glaube ich in vielerlei Hinsicht auch ganz gut ist sondern man braucht Widrigkeiten Man braucht Gegenwind Weil nichts anderes passiert auch in der Natur.

00:32:31: Wenn man sich ein Baum anschaut, der hundert, zweihundert, dreihundert und achthundert Jahre alt ist... Wie viel Regen?

00:32:37: Wie viele Hagel?

00:32:38: Wie viel Schnee?

00:32:39: Wieviel Gegenwind?

00:32:40: Wieviele Stürme dieser Baum aushalten musste und steht immer noch wie eine Eins!

00:32:47: Und so sind wir Menschen zwei jetzt nicht vielleicht auf zweihundert, dreihundert oder achthunderte Jahre hochgerechnet.

00:32:55: So alt werden wir noch nicht aber irgendwann mal vielleicht.

00:33:01: Müssen wir mit diesen Unwerkbarkeiten eben auch umzugehen wissen, sie auch zulassen und versuchen unsere Schlüsse daraus zu ziehen?

00:33:11: Natürlich gibt es immer Fälle die möchte ich ja gar nicht jetzt verreden indem ich das so formuliere wo es mit sich einen Menschen gab die Karrierewege oder auch private Wege von Leuten mehr oder weniger zerstört haben.

00:33:29: Da keine Frage um Gott zu bilden, aber trotzdem ist es so... Es ist halt nicht geradeaus und immer nur geführt und wie bei dir das man ganze Straßenabschnitte sperrt damit du mit dem Rad da ganz entspannt vorbeifahren kannst sondern man muss sich gewisse Dinge einfach... Ja, man muss sich da durchfressen.

00:33:52: Man muss sich das erarbeiten.

00:33:53: Man muß hinfallen, man muß weinen Schmerzen haben um dann am Ende trotz allem für diese Erfahrung nicht unbedingt für diese Menschen.

00:34:04: Das ist sicherlich auf einer anderen Ebene kann man das aber zumindest für die Erfahrungen Die dir diese menschen gegeben haben oder zu die zu die der diese menschend ihr verholfen haben dass man dafür dankbar ist.

00:34:21: Das war für mich ein Prozess, der schwer war, den ich aber irgendwo für mich dann durchlaufen habe und an irgendwann festgestellt habe.

00:34:30: das gibt mir viel mehr Power als mich darüber aufzuregen was diese Person im Schilde geführt hat, was die Person wollte und in dem Fall eben leider nicht mein Bestes.

00:34:44: Aber das hat mich trotz allem wie ich finde von dem Weg, den man dann einschlägt und den man sich für sich vorstellt.

00:34:52: Gott sei Dank nicht abgebracht oder abgelenkt sondern vielleicht waren das so die entscheidenden Priesen, die dazu geführt haben dass man gesagt hat jetzt erst recht und Ich werde es auf jeden Fall schaffen und ich werde mich da durchsetzen

00:35:14: Ja, ich hab so eine Ahnung, warum's da geht Aber naja, aber es ist ja auch so.

00:35:22: Also ich denke mir immer dass die große Kunst dabei ist ja das Thema Dankbarkeit dann auch zuzulassen.

00:35:30: und viele Menschen glaube ich sozusagen die leben diesen Nostalgie Gedanken aus zweiter Grunde entweder um sich ein bisschen weg zu träumen oder aber auch um vielleicht irgendwann mal abschließen zu können mit etwas was vielleicht nicht so gut gewesen ist oder was einem nicht so Gut getan hat.

00:35:49: und Ja, da kenne ich ja ein bisschen auch deinen Weg unterneinander Geschichte und weiß das es da logischerweise einfach auch in Oder als folge von nostalgie Gedanken Vielleicht auch den einen oder anderen gedanken gibt der dann noch nicht so richtig gut tut.

00:36:08: aber trotzdem und dass er eben angesprochen muss man auch für diese Momente vielleicht dankbar sein.

00:36:13: oder kann man dankbar werden, da man daran bergwachsen kann.

00:36:16: Weil man dann letztendlich auch etwas verändern kann und dann kann man vielleicht erst im zweiten Schritt oder dritten Schritt gar sagen ja dafür bin ich dankbar.

00:36:26: Es gibt eine Zeile aus dem Song von den Söhnen Mannheims die heißt der Mensch lernt nur wenn er scheiße frisst.

00:36:35: Da ist natürlich auch ein bisschen was dran.

00:36:37: Das ist dann so das Gegenbeispiel oder das Negativbeispiel.

00:36:40: Aber es gibt eben auch ganz viele Menschen, die durchaus in der Lage sind aus Nostalgie was mitzunehmen und ich finde wirklich auch interessant dass dieser Auto dieser Kernstude nämlich Jeffrey Green den ich vorhin schon ein bisschen genannt hat der Psychologe an der Virginia Commonwealth University ist gesagt, ich schwägte oft in Erinnerung und habe mich in nostalgischen Träumereien verloren.

00:37:05: Und daraus entwickelte sich dann ganz natürlich Dankbarkeit.

00:37:09: und mit einer Forschungsarbeitshabe er herausfinden wollen ob nur ihm das so gehe oder ob es sich um ein typisches Merkwald von Nostalgie handelt und die Studie erschienen im Fachblatt Personality and Individual Differences.

00:37:25: Im Grunde genommen hat er nichts anderes gemacht als das worüber wir gerade gesprochen haben.

00:37:32: Er hat im Rahmen der Arbeit, er und seine Kollegen haben die Hypothese mit drei Erhebungen aufgestellt – und zwar an den ersten führte nämlich eher unseren Team eine Umfrage unter rund dreihundert US-amerikanischen Studierenden durch, mit denen sie erfassten, wie nur aus Teilgestankbar und sozial eingebundenen Befragten sind.

00:37:58: die Ergebnisse zeigten, dass alle drei Merkmale signifikant miteinander zusammenhängen.

00:38:06: Und also sprich hat das ja an Musik getestet.

00:38:13: und der Zusammenhang zwischen Nostalgie- und Dampark halt über die soziale Eingewohnheit in diesem gesamten Kontext.

00:38:23: Das fand ich ganz interessant.

00:38:26: Dass du da, wenn du so eine Studie aufsetzt, dann festerst du mit einem relativ kleinen Zahl an und steigerst dich immer mehr.

00:38:33: Es wurden dann sechshundert Befragte.

00:38:35: Die Umfrage-Panel wurden erhöht.

00:38:38: Und die breite Bevölkerung wurde aktiviert.

00:38:42: Es gab Stichproben.

00:38:44: Das ist dann dieser ganze Prozess der logische Weise bei jeder Studie stattfindet aber er kommt dann am Ende auch zu diesem Aspekt der sozialen Eingewohnheit Und das finde ich interessant.

00:38:59: Hast du da noch eine Idee zu, gerade zum Thema soziale Eingebundenheit?

00:39:04: Was werden Du über Nostalgie nachdenkst?

00:39:10: Ja hab' ich.

00:39:11: und weil ich denke dass so wie ich es ja auch ein bisschen in meiner Thematik vorhin skizziert habe oder auch am Anfang gesagt habe ist Nostalgie so ein bisschen auf wie sozialer Kit, den man sich erarbeitet hat über viele Stationen.

00:39:33: Über viele Personen die einen Beinflusst haben.

00:39:36: und letztendlich erinnert Nostalgie auch daran dass das eigene Leben ja eine gewisse gewisse Bedeutung hat, dass man sich zu Personen, zu Situationen und zur Erfahrungen verbunden fühlt.

00:39:55: Und ich glaube, dass das sicherlich ein Aspekt ist der auch alt das unabhängig ist.

00:40:02: Weil er sehenlich hat jeder für sich Stationen, Emotionen die er für den Moment als wichtig erachtet, als konstruktiv erachtet.

00:40:12: Idealerweise weil ich sage dir vorhin bei mir war es dann so erst spät dass ich das für mich als Munition und als Energie nutzen könnte konnte, dass auch negative Erfahrungen dazu gehören und die man eben und für die eigene psychische Stabilität auch nutzen kann.

00:40:32: Und ich glaube, dass dieses soziale Zugehörigkeitsgefühl auch etwas ist, was unmittelbar Dankbarkeit befruchtet.

00:40:48: Wir haben eine kleine Jungsgruppe, die sich meistens – das war ja jetzt vor Kurzem meistens in der Ramadanzeit, in dem Ramadanmonat trifft.

00:41:03: Meistens zum Fastenbrechen an einem Abend mit dem ein oder anderen hat man auch Unterjährigkontakt.

00:41:11: aber in dieser Konstellation also sind vier Menneken nicht eingerechnet kommen wir fast immer nur zum Ramadan zusammen und da merkst du halt auch es wird eigentlich fast durchgehend nostalgisch.

00:41:28: Also wir haben immer mal wieder ein paar aktuelle Themen, gerade wenn es um Fußball geht manchmal auch das eine oder andere politische was man dann vielleicht besprechen möchte die Familien-Situation selbstverständlich.

00:41:41: aber wir werden sehr oft und tief nostalgig und wir merken wie gut uns das jedes Mal tut.

00:41:53: Oft sind's die gleichen Geschichten neu aufgewärmt nochmal mit einer anderen Pointe, noch mal von einem anderen Blickwinkel.

00:42:00: Aber es tut unheimlich gut und es zeigt wiederum in diesem sozialen Gefüge wie wichtig man füreinander ist auch wenn man sich dann teilweise unterjährig kaum sieht manchmal auch wirklich über lange lange Zeit kaum spricht weil wir so schön heißt alle zu tun haben alle haben ihre Familien.

00:42:23: Und jedes Mal, wenn wir dann eben einmal im Jahr zusammenkommen, dann ist das so als würden wir das jede Woche machen.

00:42:32: Das ist auch glaube ich etwas was Nostalgie schaffen kann.

00:42:41: Also steht es auch über alte Zeiten mit einem gewissen Genuss sprechen mit einem gewissen Selbstvertrauen sprechen kann, mit einer gewissen Form von Genugtuung sprechen kann.

00:42:55: Das ist schon etwas was dieses Zugehörigkeitsgefühl dann auch ich sage jetzt mal bewusst über das ganze Jahr tragen kann und man sich dann erst ein Jahr später oder roundabout ein Jahr später weil der Ramadan kommt ja immer ein paar Tage entgegen so dass es nicht in volles Jahr ist Aber dass man so Roundabout ein Jahr dann auch von diesen gemeinsamen Erinnerungen zähren kann und sich dann letztendlich unmittelbar nach Eintreffen aller Personen so gut fühlt, als wäre es wie ein Stammtisch.

00:43:38: Und das hätte man jede Woche.

00:43:41: Das ist schon für mich persönlich etwas wo ich die Nostalgie gerne... nutze und wirken lasse.

00:43:50: Bei mir ist es so, dass dieses soziale Gefühl, das taucht dir dann auf genau wie du sagst mit mehreren Menschen hast die sich an ähnliche Dinge zu erinnern oder an Begeben halten aber eben aus der jeweiligen Perspektive.

00:44:05: Ich finde nur eins wahnsinnig tragisch Dass man irgendwann in einen Alter kommt wo diese Nostalgiepunkte mit anderen verblassen weil einfach vielleicht der eine oder andere nicht mehr da ist, also weil Menschen sterben schlicht und ergreifend.

00:44:22: Und das finde ich besonders tragisch.

00:44:23: Ich habe jetzt in den letzten Jahren eben schon einige einfach verloren auch von denen die mit denen ich nostalgische Momente geteilt habe.

00:44:38: Dann verändert sich das einfach nochmal.

00:44:41: Also dann bist du entweder noch dankbarer dafür dass du diese Momente erleben konntest oder aber du sagst so okay Das ist jetzt so sehr mit diesen Personen verknüpft.

00:44:51: Die sind aber nicht mehr da, also packe ich das mal schön auf die Seite weil es irgendwie auch schmerzhaft ist und ich glaube das ist so ein Faktor den hat jetzt irgendwie diese Studie gar nicht bedacht.

00:45:04: Gebe hier einfach auch mit zu Bedenken.

00:45:06: Ich glaube wenn man sich mit solchen Sachen beschäftigt dann ist das irgendwo auch eingepreist dass das eben einfach passieren kann.

00:45:16: Ich glaube, ich weiß nicht, wie es bei dir war.

00:45:18: Aber so eine prägende Zeit war dann irgendwie schon zwischen achtzehn und zwanzig.

00:45:23: Da passiert auch irgendwie ganz schön viel in so einem Menschenleben normalerweise.

00:45:27: Proportional wahrscheinlich deutlich mehr als jetzt zwischen forty- und fünfzig zum Beispiel.

00:45:33: Aber insgesamt sind das so Sachen gewesen die ich jetzt mal schön auf die Seite gepackt habe.

00:45:39: Ich behalte die gut im Herzen.

00:45:41: Das ist ganz klar!

00:45:43: Aber trotzdem ist es auch so, dass ich diese Nostalgiemomente, die eben so wichtig für mich waren, lange Zeit mit vielen Jungen, langen Jahren, dass sich die nicht mehr so richtig gut nehmen kann.

00:45:54: Ohne das ich da einfach noch mal ein trauriges Gefühl entwickelt und so soll's ja nicht unbedingt sein.

00:46:00: Und dann auf der anderen Seite passieren auch immer wieder ganz tolle Momente.

00:46:04: Ich glaube, es ist ganz gut wenn man sich darum kümmert, dass man sich manchmal kennt ihr jeder von uns fragt was ist denn eigentlich mit Person xy?

00:46:13: Los, wo ist denn die?

00:46:14: Was... was ist denn... gibt's sie noch überhaupt?

00:46:19: Familienumfeld.

00:46:21: Ex-Freunden.

00:46:23: Freunde mit denen man früher mal ganz viel zu tun hatte plötzlich irgendwie seit ganz vielen Jahren oder gar jetzt hinten gar nicht mehr.

00:46:28: Manchmal tut es gut, die wieder aufzuspüren.

00:46:31: also ich hatte da eben genau diesen Fall dass dieser halbkursant von mir immer in meinem Kopf war regelmäßig und wie ich mich immer gefragt habe ja was machten diese Menschen auch nicht?

00:46:43: und ich hatte dieses nostalgischen Erinnerungen im Kopf.

00:46:46: Das ich dann gesagt habe, das hilft dir ja nix!

00:46:48: Du musst mal gucken ob du den irgendwo findest in diesem verrückten Internet.

00:46:53: und zack tatsächlich... Ich guck bei LinkedIn und da hab' ich auch noch seinen Nachnamen falsch geschrieben und dann hab' jetzt nochmal probiert, nochmal... Zack!

00:47:01: Vor allem war dieses Foto da und ich dachte mir, das ist er!

00:47:05: Das muss er sein!

00:47:08: Sieht anders aus als damals aber es auch Wirklich verdammt lang her ist ein dreißig Jahre vergangen.

00:47:15: Also müsste man vielleicht doch mal schauen, ob er das wirklich ist.

00:47:19: Daraus ist es entstanden und ich kann immer nur sagen, es ist ja immer so abgegriffen, furchtbar abgegriffen aber manchmal... Und das ist der Leitsatz eines verstorbenen Große Onkels, der ja mit siebenundwanzig verstarb war.

00:47:34: zwei Jahren erst.

00:47:36: Zwei.

00:47:38: Der sagte mal zu mir Es gibt Dinge Die musst du jetzt tun.

00:47:47: Und damit hat er ja alles gesagt, also warte nicht zu lange einfach.

00:47:51: Warte nicht so lange auf die... Es gibt Dinge, die muss man jetzt tun!

00:47:56: Schwerge nicht in Erinnerungen, die du später bereust?

00:47:59: Genau oder warum du es nicht gemacht hast?

00:48:02: Richtig.

00:48:05: Lieber woher geh ich?

00:48:06: Ich schwerge jetzt auch noch ein bisschen in Erinnung und werde noch ein bissel nostalgisch und denke noch ein bisschen.

00:48:10: Ich habe mir sehr schönes Foto gefunden von meinem Vater und Mia.

00:48:13: da musste ich ungefähr sechs gewesen sein oder sieben Und wir hatten beide die gleichen Pulleys an, weil sie nämlich gestrickt wurden von meiner Stiefmutter.

00:48:23: Und dieses Foto habe ich jetzt wieder gefunden durch den Zufall.

00:48:27: Das gucke ich mir abends noch ein bisschen an, da hängen auch einige nostalgische Momente dran.

00:48:32: für dich hier im Nachklapp und auch sehr dankbar bin.

00:48:38: Das freut mich!

00:48:39: Du bist halt auch ein Smooth Operator.

00:48:45: So ist das genau.

00:48:47: Dann hör du nochmal zum InSpatkin Smooth Operater Mach ich.

00:48:50: Und erinnere dich an die Szene im Auto?

00:48:55: So ist es, mach' ich auf jeden Fall.

00:48:57: Super!

00:48:58: Dann ein paar schöne Wochenentzeige und wir hören uns nächste Woche wieder.

00:49:06: So sieht's aus bis bald.

00:49:07: Tschüss, Wochenende.

00:49:09: Und einen schönen Abend.

00:49:20: Danke.

00:49:20: Tschüs.

00:49:21: Ciao.

00:49:21: und der Produktion von Goodwill

00:49:24: Run.

00:49:26: Wir

00:49:27: denken Mark

00:49:27: Neu!