00:00:00: Diese Folge Lauf Dich Frei wird dir präsentiert von Brookes Running.
00:00:04: Lauf Dich Frei,
00:00:16: dein Mental Health
00:00:17: Podcast
00:00:19: mit Mike Gleis.
00:00:20: Ist das gesund, sich dann immer wieder diesen Impfen auch zu setzen?
00:00:25: Oder aber ist es so, das war meine Überlegung, ob man die Stressimpfung nicht einfach auch mal eine Zeit lang wirklich wirken lässt.
00:00:36: Man sich zugesteht, dass man auch mal krank werden kann.
00:00:44: Das ist natürlich beim Thema Stress ein bisschen anders, weil das ist immer etwas, das habe ich nicht im Griff, das kann ich nicht kontrollieren, also weg damit.
00:00:52: Aber Erreger, Viren, Bakterien, die kann ich noch weniger kontrollieren.
00:00:56: Weil die haben definitiv ihr eigenes Leben und ihre eigenen Gesetze und da bin ich überhaupt nicht in der Lage, mich davor zu schützen.
00:01:03: Wenn der Erreger in den Körper will, kommt er in den Körper.
00:01:18: Ich habe dich wieder erkannt.
00:01:20: Selbst noch so eine lange Winterpause.
00:01:23: Hallo, lieber Burak.
00:01:25: Willkommen
00:01:25: zu...
00:01:26: Ich grüße dich.
00:01:26: Ja, dankeschön.
00:01:28: Gleichfalls Dito.
00:01:29: Du ziehst aus.
00:01:29: Ja, danke.
00:01:31: Ja, danke.
00:01:32: Dito, ja, ich hab endlich mal Farbe im Gesicht.
00:01:35: Endlich mal.
00:01:36: Soll auch gerne so bleiben.
00:01:37: Ich kann nicht mehr das anstellen, aber das mit der Südländer-Milch vielleicht heute beantelwarten können.
00:01:42: Solarium.
00:01:44: Ja, genau.
00:01:45: Ich bin Zweifel Solarium.
00:01:47: Zweifel Solarium.
00:01:48: Gehst du da drunter?
00:01:50: Nee.
00:01:51: Nee.
00:01:51: Das ist Grund.
00:01:53: Das ist irgendwie nicht so meine Welt.
00:01:57: Ich habe
00:01:58: aber auch das Glück, muss ich sagen, ich stand jetzt vor kurzem bei plus drei Grad lediglich auf dem Fußballplatz.
00:02:05: Mein Sohn hatte ein Spiel gehabt, aber es war strahlender Sonnenschein.
00:02:11: Und ich stand dann auch schön in der Sonne, weil es natürlich auch etwas wärmer war als im Schatten.
00:02:15: Und da krieg ich dann sofort Farbe.
00:02:18: Nicht viel, aber schon so, dass man sagen kann, wunderbar.
00:02:23: Der war wieder, der war wieder unter dem Solarium.
00:02:28: Ja, das ist schon, da habe ich Glück.
00:02:33: Bei mir dauert es eine Knappermoche, dann setze ich auch Fahrbahn, geht auch schnell.
00:02:44: Lieber Bohr, das war eine sehr, sehr lange Pause.
00:02:46: Ich bin angesprochen worden von einigen, die gefragt haben, so mal, gibt es euch eigentlich noch?
00:02:50: Und wie lange geht das denn eigentlich noch?
00:02:52: Und die gequengelt haben?
00:02:53: Ja.
00:02:54: Und dann habe ich gesagt, ja, wir zeichnen bald wieder auf.
00:03:00: Und bald geht es auch wieder los.
00:03:01: Und vor allen Dingen auch mit zwei Themen.
00:03:02: Ich wusste es ja, weil wir jetzt nur gesprochen haben, während des Urlaubs.
00:03:07: Und wir kümmern uns heute um die Stressimpfung.
00:03:11: Das war so ein Thema, als ich das gesehen habe, als du mir das Rohr geblieben tast, hatte ich mir so geil, so was kann auch nur Dr.
00:03:16: Bohrer Gilderen, weil wenn es um solche medizinischen Geschichten geht, ist es immer ganz gut, einen Arzt zu haben, sowieso per se, aber da kannst du, glaube ich, einiges noch mal zu sagen.
00:03:27: und ich hatte auch schöne, wie soll ich sagen, thematische Gespräche in den letzten Wochen, die eigentlich auch damit zu tun hatten und wo man die Stressimpfung... ... definitiv bei einem oder anderen hätte verabreichen können.
00:03:43: Ja.
00:03:43: Und wie das geht und wie du auf dieses Thema gestoßen bist, ... ... bin ich sehr gespannt heute.
00:03:48: Und ich habe viel zu lange die Frage nicht gestellt, ... ... wie dein Mental Health im Moment der Woche war.
00:03:53: Deshalb also ... ... hole uns rein in deine Welt.
00:03:56: Oder der Wochen muss man ja schon sagen.
00:03:59: Ja, eigentlich muss man sagen tatsächlich der Wochen ... ... und ich kann das nur zurückgeben.
00:04:02: Also bei mir wurde auch ein bisschen gequengelt, ... ... weil es gab ja ... eine, ein Podcast, der ja jetzt mittlerweile zu den Akten gelegt wurde, nämlich Horst und Hopf.
00:04:16: Und dann bin ich damit konfrontiert worden, ob wir denn auch aufgehört hätten.
00:04:22: Dann habe ich erst mal gefragt, wer ist denn Horst und Hopf?
00:04:25: Das war meine erste Frage.
00:04:26: Und die zweite Frage ist ja klar, dass sie aufhören, weil unser Format hat die in die Knie gezwungen.
00:04:31: Total.
00:04:32: Völlig
00:04:33: verständlich.
00:04:34: Und ne, du hast recht, es gab Gott sei Dank, wir haben ja auch ein Vorgespräch, bevor wir auf den Aufnahmeknopf gedrückt haben.
00:04:43: Schon darüber gesprochen, es gab etliche Mental Health Momente der Woche.
00:04:49: Aber ich hab mir mal etwa einen ausgesucht, den ich irgendwie auch ein bisschen lustig finde.
00:04:55: Und zwar ist es so, also ich bin sehr froh und das ist das der Mental Health Moment der letzten Wochen, dass unsere beiden Namen nicht in den App-Style-Files auftauchen.
00:05:13: Ja,
00:05:14: das ist es.
00:05:16: Ich habe gehofft, dass du das sagst, weil im Grunde es wird ja noch ein bisschen geblättert die nächsten Wochen.
00:05:23: Ich fand es deshalb amüsant und ich habe gesagt, ich muss das einfach bringen, weil das hat einen so großen Platz in den Medien und auch vor allem wirklich in Gesprächen, in Privatgesprächen und so weiter, dass ich mir wirklich denke, das ist eigentlich auf der einen Seite bedenklich, was wir da auch mitgeteilt bekommen.
00:05:46: Und ich bin sehr sicher, wir kriegen nur die Spitze des Eisbergs mitgeteilt.
00:05:52: Und gleichzeitig, aber was das wirklich für eine Strahlkraft hat.
00:05:57: Das ist so unvorstellbar.
00:05:59: Deshalb habe ich einfach gesagt, weißt du was, so lange unsere beiden Namen dann nicht auftauchen, ist alles gut.
00:06:05: Weil es ist mittlerweile jeder, jeder drin.
00:06:09: Jeder.
00:06:09: Das ist unglaublich.
00:06:10: Und weil wir haben wieder sie.
00:06:12: Die Leute polarisiert und mitnimmt und ja, und ich habe immer schon gesagt, der ist es.
00:06:19: Und auf einmal merkt man vor allen Dingen, oh Mist.
00:06:22: Da gab es im Vorfeld die letzten Jahre immer mal wieder so den einen oder anderen, der, ja, man hat damals gesagt, das sind irgendwelche Gedankenspiele und Verschwörungstheorien und so weiter.
00:06:40: Und wenn man dann diese Pfeils sich, wie gesagt, meine Meinung nach nur die Spitze des Eisbergs, sich dann so ein bisschen anschaut, da denkt man sich, ups.
00:06:49: Also, so ganz falsch war die eine oder andere Aussage scheinbar nicht.
00:06:52: Und deshalb habe ich gedacht, fangen wir mal das neue Jahr ein bisschen Humor voll an.
00:07:00: Finde ich sehr gut.
00:07:01: Ich habe einen Naomi Campbell angerufen und habe gesagt, bitte, berat uns nicht.
00:07:06: Du warst ja in guten Kontakt, zumindest
00:07:09: mit deren App.
00:07:11: Da hätte es nicht für möglich gehalten, dass Naomi Campbell, aber gut, wer hätte für möglich gehalten, all die Namen, die da auftauchen, das würde ich möchte.
00:07:18: Und vor allem werchen zusammenhängen, also wirklich Wahnsinn, absoluter Wahnsinn.
00:07:25: Aber so ist es normal, das bewegt die Menschen.
00:07:33: Dann nehmen wir das mal wieder auf.
00:07:38: Sehr schön, sehr schön.
00:07:39: Und
00:07:39: bei dir?
00:07:40: Oh, es kann sein, dass ich mich jetzt unbeliebt mache.
00:07:45: Es kann sein, dass es aber auch Leute gibt, die sagen, endlich sagt man eine.
00:07:50: Mein Mittelhalfmoment der Woche war die ganze Geschichte rund um Lindsay Wann.
00:07:56: Ich weiß nicht, ob du es mitgekriegt hast, aber sehr sicher.
00:08:00: Weil als hervorragende Autopäle wirst du wahrscheinlich auch den Kopf geschüttelt haben, dass jemand mit einem Kreuzbandriss sich trotzdem auf die Schiehe stellt.
00:08:12: Dann eine Abfahrt nimmt, die nicht ohne ist.
00:08:15: Und egal welcher Abfahrt du nimmst mit einem Kreuzbandriss, wirst du uns wahrscheinlich erklären können, dass man wahrscheinlich in der Grundschule auch lernt, dass die Stabilität im Knie wahrscheinlich nicht mehr so richtig gut ist bei einem Kreuzbandriss.
00:08:29: Und dann möchte man Höchstleistung noch bringen.
00:08:32: Und dann wundert man sich, dass man relativ zügig einen Unfall erleidet und sich dann noch mehr kaputt macht.
00:08:44: Das war so etwas, was mich in Sachen Mental Health fassungslos gemacht hat, weil ich mir die Frage gestellt habe, was geht in so einem Menschen vor?
00:08:54: Was treibt einen Menschen erst mal grundsätzlich mit allen vierzig?
00:08:58: und du hast alles erreicht, was du erreichen kannst nahezu in diesem Bereich?
00:09:05: Ausnahme, Athletin.
00:09:09: Und dann frage ich mich, ist es einfach nur der Deal mit Red Bull?
00:09:13: der dann erfüllt werden muss und der Ehrgeiz, der dahinter steckt?
00:09:16: und ist es so, dass bei Profisportlern, das ist ja so ein bisschen auch dein Thema, die Triebfeder so gespannt ist, auch nach der aktiven Karriere, dass man quasi das auch gar nicht mehr so richtig für sich steuern kann.
00:09:32: Und da hab ich mir den Frage gestellt, ist es dann eine Art von Sucht?
00:09:38: Ist es eine Form von Hybris, die dann greift?
00:09:42: Ich fand es... Total bedenklich, was da gewesen ist.
00:09:46: Und ich fand auch die Berichterstattung dazu alles andere als kontrovers.
00:09:53: Weil diese Seite, von der ich jetzt gerade erzähle, habe ich nirgendwo gesehen, dass die irgendwo aufgeschrieben wurde.
00:09:59: Und das finde ich ehrlich, zumindest bedenklich.
00:10:02: Jetzt wissen wir ja beide nicht, was der Treiber wirklich war und man kann da nur mutmaßen.
00:10:09: Aber ich bin sehr gespannt, was du dazu sagst, weil ich Das ist verrückt finde, dass man auf die Idee erst mal grundsätzlich kommt, mit einem Kreuzband rüber zu wollen.
00:10:21: Aber ich habe mir wirklich die Frage gestellt, wie viel muss in einer Seele vielleicht auch nicht mehr im Gleichgewicht sein, dass du dich selbst so ein Risiko ersetzt?
00:10:34: Das
00:10:34: habe mich
00:10:36: irgendwie auch getroffen, weil ich liebe Schieferen.
00:10:37: Ich bin so Team Alberto Tomba.
00:10:42: Ja, den hab ich letztens auch noch gesprochen.
00:10:45: Hast
00:10:45: du?
00:10:46: Ja.
00:10:48: Ich bin nicht so ein Skifahrer, aber in der Zeit, in der Alberto Tombaer gefahren ist, fand ich das
00:10:55: super.
00:10:55: Oder?
00:10:56: Ja, definitiv.
00:10:59: Wichtiges Thema heute in unserer Kooperation mit Brooks Running und zwar das Thema Neujahrsvorsätze.
00:11:05: und wie geht es eigentlich los mit dem Anfang des Laufens?
00:11:09: und wenn jemand bockert irgendwie, den einen Fuß vor den anderen zu stellen.
00:11:12: Es gibt jemanden von Brookes, der sich damit sehr, sehr gut auskennt, denn er tut quasi nichts anderes als das.
00:11:20: Und irgendwann hat er auch mal damit angefangen, nämlich Tim Wagner als Brookes Athlet.
00:11:24: Das heißt, du läufst mit und für Brookes und vor allen Dingen aber auch für dich.
00:11:29: Und ich bin sehr froh, dass du da bist und uns dann wenig erzählen kannst über die Anfänger.
00:11:34: Hallo erst mal.
00:11:36: Hallo an die Zuhörerinnen und Zuhörer und natürlich auch hallo an dich und vielen lieben Dank für die Einleitung.
00:11:42: Da stimmt, ich bin Athlet bei Brookes, bin aber tatsächlich auch Lauftrainer und habe in den letzten Jahren den einen oder anderen Laufanfänger von null auf zum Beispiel zehn Kilometer begleitet.
00:11:55: Von dem her glaube ich, dass wir heute mit Sicherheit den einen oder anderen Tipp für die Zuhörerinnen und Zuhörer dabei haben.
00:12:02: Kannst du dich daran erinnern, wie dein erster Lauf war und wie es dazu kam, wie konnte das passieren?
00:12:07: Ich kann mich an meinen ersten Wettkampf erinnern.
00:12:10: Ich war schon immer relativ sportlich, habe viel Fußball gespielt.
00:12:13: An meinen allerersten Lauf kann ich mich jetzt noch nicht mehr erinnern.
00:12:18: Der wird wahrscheinlich fünf, sechs Kilometer lang gewesen sein.
00:12:21: Aber speziell daran erinnern kann ich mich nicht mehr.
00:12:24: Es sind schon ein paar Jahre, also wahrscheinlich zehn, zwölf Jahre ist das wahrscheinlich jetzt her.
00:12:29: Gibt es aber viele, die ... gerade irgendwie so rund um den Jahreswechsel dann auch anfangen mal zu belegen, was kann ich verändern oder würden gerne loslaufen.
00:12:38: Ist er im einen immer wiederkehrendes Thema eigentlich und als Lauftrainer ist das für dich nichts unbekannt.
00:12:44: Das würdest du dann jedem empfehlen mit dem Laufen anzufügen?
00:12:50: Ich glaube, da muss man ein bisschen differenzieren.
00:12:52: Wenn man fit und gesund ist oder fit werden möchte, dann ist der Laufsport, glaube ich, eine super Grundlage, um fit zu werden.
00:13:01: Im Vorfeld sollte man aber vielleicht nochmal kurz vorher beim Arzt sich untersuchen lassen, ob denn alles Tutti ist, also dass man sporttauglich ist und vom Herzkreislaufsystem her halt alles passt.
00:13:14: Und wenn das alles passt, dann steht dem Laufen eigentlich auch nicht zu mehr im Wege.
00:13:19: Cool.
00:13:21: Was sind die Parameter?
00:13:22: Worauf sollte man als Laufanfänger oder Anfängerin achten?
00:13:28: Nicht ganz so einfach, weil da unsere Körper ja auch immer anders beschaffen sind, aber vielleicht gibt es dann doch ein paar Schnittmengen, die du skizzieren kannst.
00:13:36: Worauf man achten sollte, ist tatsächlich eine sehr gute Frage.
00:13:39: Ich würde das runterbrechen.
00:13:41: Achtet gar nicht auf so viel.
00:13:43: Achtet darauf, dass du ein paar vernünftige Laufschuhe habt und dann Startet einfach erstmal.
00:13:50: Schaut einfach, dass er ins Tun kommt und lasst euch nicht blenden von Instagram oder Social Media, der soll dergleichen.
00:14:02: Man braucht auch nicht zum Laufbeginn direkt eine Pulsur für achthundert Euro sich besorgen.
00:14:09: Startet einfach erstmal und wenn der Anfang geschaffen ist.
00:14:12: dann kann man darüber diskutieren, hey, wie geht es denn weiter?
00:14:15: Also, dass man sich gewissen paar Ziele setzt, Zwischenziele zum Beispiel für ein großes Ziel, zum Beispiel den zehn Kilometer Lauf, den man vorbereitet.
00:14:26: Zehn Kilometer ist jetzt eine Zahl, da träumen die meisten Laufanfänger wahrscheinlich auch erst mal von, also es ist wahrscheinlich in sehr weiter Ferne, deswegen Zwischenziele setzen.
00:14:34: Sprich, wir fangen beim Laufen wahrscheinlich an mit Laufen und Gehphasen.
00:14:41: Wir laufen zwei Minuten am Stück, machen dann eine kurze Gehpause und laufen dann wieder zwei, drei Minuten am Stück.
00:14:47: Und so kann man quasi die ersten Wochen damit verbringen, so eine gewisse Grundlage aufzubauen und einfach in das Ganze ein bisschen reinzuwachsen.
00:14:58: Dass man, also die Illusion muss ich wahrscheinlich jetzt in aller meisten nehmen, sofort zehn Kilometer am Stück durchläuft, wird so nicht passieren.
00:15:08: Aber wenn man einfach am Ball bleibt.
00:15:10: unten Ziel vor Augen hat, dann kann das innerhalb von kurzer Zeit sogar schon funktionieren, dass man fünf, sechs, sieben, acht Kilometer am Stück schafft und an Tag X, wenn ihr euch vielleicht für den Volkslauf angemeldet habt, dann vielleicht sogar die zehn Kilometer mal anpeilt.
00:15:28: Aber ich würde auch da immer sagen, die Ziele sollte man sich setzen.
00:15:34: Ja, Zeitziele beziehungsweise irgendwelche Pasteziele sind da.
00:15:38: absolut zweitrangig.
00:15:40: Sprich, schaut da nicht auf eine Uhr, schaut da nicht auf eure Pace, sondern schaut einfach erst mal, wie das Ganze funktioniert, wie ihr funktioniert und dann übt ein bisschen, dass er an dem Tag, wenn ihr die zehn Kilometer bei einem Volkslauf beispielsweise am Start seid, einfach mal schaut, was geht ohne irgendwelche Ziele.
00:16:04: Cool Idee.
00:16:04: Ich finde es gut, vor allem weil es eben auch nur einen wichtigen Punkt angesprochen hat, dass uns gerade so eine Netzwerke einiges vorleben und eben auch gleich das für schneller weiter.
00:16:16: Und ich glaube, das kann eben auch sehr schnell frustrierend sein, wenn man glaubt, irgendwie, alle Welt kann zehn Kilometer laufen oder einundzwanzig Kilometer laufen, nur ich kann es nicht.
00:16:27: muss doch auch irgendwie funktionieren.
00:16:29: Ich glaube, der Frust ist dann doch größer, wenn man es eben nicht wie bei allen Sportarbeiten, Arten oder bei all dem, was man so neu lernt, baut man das ja auch erstmal per Grundlage auf.
00:16:38: Wie oft sollte man dann eigentlich laufen?
00:16:41: Einmal ist gut, aber einmal ist kein Mal, zweimal ist noch besser, würde aber wahrscheinlich auch nicht dazu führen, dass man sich in den zehn, zwölf Wochen, wo man sich auf was vorbereitet, zu einer Leistungssteigerung führt.
00:16:56: Ich würde sagen, Versucht es mal mindestens dreimal, also nicht an dem Montagdienster und Mittwoch, sondern mit einer gewissen Pause dazwischen, meinetwegen Montags, Mittwochs oder Freitags.
00:17:08: Dann habt ihr immer einen Tag Pause dazwischen und das Wochenende dann vielleicht noch frei oder elicht die Tage halt aus Wochenende.
00:17:14: Ich würde aber schon eher mal ein Tag Pause dazwischen einplanen.
00:17:19: Wer noch häufiger läuft, neigt dann vielleicht dazu, dass man in zu kurzer Zeit zu viel möchte und dann vielleicht auch von dem Körper zu viel abverlangt und dann ja gewissermaßen in eine direkte Überbelastung dann reinfährt.
00:17:35: Schiemannkantensyndrom sei dazu nennen, aber so.
00:17:39: Ja, Pimal-Daum drei, vier Mal wäre schon gar nicht schlecht und dann reichen wahrscheinlich sogar vierzig Minuten pro Einheit, in einer Woche wäre auch vielleicht schon wieder zu wenig, aber vierzig Minuten pro Einheit, das was ich gerade eben versucht habe zu schildern, laufen und gehen im Wechsel, das ist meistens gar nicht anders möglich und dann Woche für Woche ein bisschen steigern.
00:17:59: Das muss auch gar nicht mehr werden von der Minutenintensität oder von der Minutenanzahl, sondern es reicht dann einfach, wenn man statt der zwei Minuten vielleicht schon drei oder fünf Minuten durchläuft und dann die Pause einlegt.
00:18:11: Also weißt du was ich hinaus möchte?
00:18:13: Klar, dass man einfach einen gewissen Steigerungsgrad dann in die Wochen packt und dann zwei, fünf, zehn und irgendwann schafft man zwanzig Minuten am Stück, braucht vielleicht nur noch eine Pause im Training und irgendwann sind vielleicht sogar vierzig Minuten Dauer laufen am Stück drin.
00:18:30: Das kann man wahrscheinlich nicht pauschal sagen.
00:18:33: Aber eine individuelle oder eine grundlegende Steigerung sollte dann in den zehn, zwölf Wochen schon erfolgen.
00:18:40: Ich stelle erstmal eine stelle These auf und du sagst mir, ob das gut oder nicht gut ist.
00:18:44: Früher anmelden für einen Wettkampf ist eine gute Idee, um die Ziele zu erreichen.
00:18:50: Damit beginnt eigentlich alles.
00:18:52: Also so mache ich das auch als Athlet.
00:18:54: Ich melde mich für ein Event an und baue dann von hinten auf den Trainingsplan auf.
00:18:59: Und genau so würde ich das bei einem Anfänger auch sehen.
00:19:03: Man braucht keinen Event zwangsmäßig, um einfach nur laufen zu gehen.
00:19:08: Viele machen das auch einfach nur aus Spaß an der Freude, um draußen in der Natur unterwegs zu sein.
00:19:13: Aber für alle, die den Wettkampfgedanken schon im Hinterkopf haben und den gewissen Spaß beim Wettkampf auch mal ausprobieren möchten, finde ich, ist die These auf jeden Fall zu belegen.
00:19:27: Ja.
00:19:28: Guck mal, dann war sie gar nicht so
00:19:30: richtig schlecht.
00:19:33: Thema Ruhepausen.
00:19:34: Wichtig, nicht so wichtig.
00:19:37: Für wen wichtig?
00:19:38: Und gespannt, was du dazu sagst.
00:19:41: Das ist für uns alle wichtig.
00:19:43: Je ambitionierter man unterwegs ist, beziehungsweise sagen wir, je fortgeschrittener man unterwegs ist, desto geringer oder kürzer fallen wahrscheinlich die Ruhepausen aus.
00:19:53: Je neuer man aber dabei ist, desto wichtiger sind diese Pausen, weil man genau in den Pausen quasi adaptiert, sprich auf Deutsch heißt es, der Körper lernt mit den Reizen, die man ihm durch eine Lauftraining gibt, sich anzupassen, sprich muskeltechnisch aber auch all das, was Knochen, Wände und Strukturen angeht, lernt der Körper langsam in Ruhephasen, damit umzugehen und sich zu verbessern.
00:20:21: Also sind Ruhephasen und Pausen super wichtig.
00:20:26: Wer mega ambitioniert ist, aber noch nicht wirklich fit ist, da bringt es nichts, sieben Mal in der Woche laufen zu gehen.
00:20:34: Der wird sich ziemlich sicher relativ schnell ins Upside schieben und mit entsprechenden Problemen oder Verletzungen dann ja zu tun haben.
00:20:43: Sprich lieber drei, vier Mal und dann schauen, dass man es langsam steigert, erst der Körper auch mit kommt und Irgendwann kann man dann sicherlich auch sieben Mal in der Woche laufen gehen, aber der Weg ist sehr weit.
00:20:56: Also das machen ja die Allerweben nichts.
00:20:57: Das muss auch gar nicht sein.
00:21:00: Wenn wir jetzt schon mal den Lauftrainer hier haben, dann nutze ich das jetzt auch einfach gnadenlos aus und sag mal, was sind so die wichtigsten Tipps oder die fünf wichtigsten Tipps, die du als Lauftrainer geben kannst?
00:21:13: Wir bleiben wahrscheinlich bei den Anfängern und Anfängern.
00:21:16: Dann würde ich sagen, startet alles mit einem Ziel.
00:21:20: Das haben wir ja jetzt definiert, ob das ein, wenn ihr Neujahrsvorsatz habt und sagt, hey, wir fangen jetzt im nächsten Jahr an, dann würde ich sagen, macht einen Ziel im März, rund um den März oder April, macht dann Sinn, auf was man sich vorbereiten kann.
00:21:35: Zeitertipp ist, es braucht nicht viel, aber es braucht schon ein paar gescheite Laufschuhe.
00:21:40: Das sind nicht die Sneaker, die wir von diversen Marken anziehen können.
00:21:45: die schön aussehen, das sollten schon wirklich funktionale Laufschuhe sein.
00:21:50: Denn damit fängt alles an und damit tun wir unserem Körper auch wieder einen Gefallen, dass wir eben langfristig Sport machen können und keine Verletzungen erfahren.
00:22:03: Geduld, Geduld ist auch so eine Sache.
00:22:06: Patience ist key, das ist ein schönes Stichwort.
00:22:09: Es ist gerade bei Anfängern, glaube ich, auch recht wichtig.
00:22:13: Erfolge kommen super schnell, nur man muss auch wissen, wie man Erfolge gescheit bemisst.
00:22:19: Ein Erfolg kann es nämlich schon sein, statt der zwei Minuten auf einmal vier oder sechs oder zehn Minuten durchlaufen zu können.
00:22:26: Es müssen nicht sofort die zehn Kilometer sein, sondern es reicht für mich persönlich, wenn man dann sagt, hey, zwanzig Minuten am Stück.
00:22:36: Wenn ich das vor sechs Wochen noch mal runterbreche, da konnte ich zwei Minuten und jetzt sind es schon zwanzig Minuten.
00:22:43: Das ist auch absolut ein Erfolg und dranbleiben.
00:22:47: Dranbleiben ist wahrscheinlich auch so eine Sache.
00:22:51: Es reicht häufig, wenn man eine gewisse Routine dann irgendwann entwickelt hat, dass man sich gar nicht mehr aufraffen muss, aber dieses Dranbleiben oder diese Routine zu entwickeln.
00:23:03: Da braucht es, glaube ich, drei oder vier Wochen so ein Durchhaltevermögen.
00:23:08: Deswegen Tipp Nummer drei oder, ich weiß nicht, ob bei drei oder vier schon sind, sucht euch am besten noch jemanden dazu als Laufbuddy, Freund, Nachbar, Partnerin oder Partner, der das Ganze ebenfalls mitmacht.
00:23:22: Das hat super viele Vorteile.
00:23:24: Zum einen habt ihr den Leidensgenossen, mit dem ihr euch austauschen könnt, mit dem ihr zusammen laufen gehen könnt und ihr fühlt euch nicht alleine.
00:23:32: mit der ganzen Geschichte.
00:23:33: Mit der ganzen Geschichte meine ich, wenn ihr alleine in das Abenteuer startet, dann könnt ihr zum einen nicht die Erfolge zusammenfeiern oder ihr feiert Erfolge alleine bzw.
00:23:45: ihr könnt euch gegenseitig motivieren, wenn der eine mal einen schlechten Tag hat, wenn das Wetter trist und grau ist und das ist halt gerade jetzt um die Neujahrzeit häufig noch so, dass es ja doch ein bisschen kälter ist und vielleicht auch hier und da mal ein bisschen schneit, wenn ihr aber jemanden habt.
00:24:00: der mit euch.
00:24:03: Freitagsabend nach der Arbeit um achtzehn Uhr noch die Laufschuhe schnürt, dann habt dann eine Verpflichtung oder zumindest denkt er vielleicht ein bisschen mehr auch drüber nach, ja gut, hey Kumpel XY ist aber jetzt auch noch draußen oder ihr geht meinetwegen sogar zusammen raus.
00:24:18: Geteiltes Leid ist halbes Leid.
00:24:20: Ich müsste wahrscheinlich schon zehn Euro ins Fasenschein rein schmeißen, aber mindestens.
00:24:25: Das passt aber tatsächlich ganz gut.
00:24:29: Das sind mindestens mal vier Tipps gewesen, ich überlege gerade, ob ich noch einen fünften Tipp habe.
00:24:33: Ich habe noch einen, vergleicht euch niemals mit anderen, sondern schaut immer nur auf euren Fortschritt.
00:24:42: Der eine braucht vielleicht für die Vorbereitungszeit auf einem Wettkampf.
00:24:47: vier Einheiten in der Woche, der andere braucht zwei Einheiten, der andere braucht drei Einheiten, ist völlig egal, worauf ich hinaus möchte.
00:24:54: Der Fortschritt ist super individuell und so sind auch die Läuferinnen und Läufer super individuell.
00:25:00: Sicherlich kann man sich hier und da mal Inspiration holen, aber sich zu vergleichen mit anderen gerade beim Laufbeginn macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn.
00:25:12: Weil man sich dann auch sehr schnell wieder unter Druck setzt.
00:25:15: Und ich glaube, Druck macht gerade zum Laufbeginn sehr, sehr wenig Sinn.
00:25:20: Also überhaupt keinen Sinn.
00:25:22: Das ist zum letzten Tipp.
00:25:25: Vielleicht noch einen, der nicht unwesentlich ist, aber Thema Schlaf und Ernährung schräg, schräg trinken.
00:25:32: Vielleicht ist das auch was, was man nochmal so ein bisschen mit aufnehmen könnte in die Liste.
00:25:38: Dann gerade Thema Recovery, Erholung, Schlaf und aber auch Ernährung ist, glaube ich, vielleicht auch, falls es durchhalten, um genug Kraft zu haben und Erholung zu haben, auch gar nicht so schlecht.
00:25:47: Vollkommen richtig.
00:25:48: Ich glaube, man befasst sich mit diesen Themen, das haben wir vorhin gesagt, mit den Ruhephasen zum Beispiel, aber auch mit allen anderen Dingen, Laufschuhe und irgendwann kommt wahrscheinlich auch ein Trainingscomputer oder eine Uhr dazu, wenn man wirklich am Ball bleibt, befasst man sich automatisch.
00:26:06: Wenn man irgendwann dieses Fieber, die Motivation dafür entwickelt, man muss sich nicht direkt für Strava und so weiter anmelden.
00:26:12: Auch das kann man tun, um seinen Fortschritt zu tracken.
00:26:14: Also es wäre vielleicht auch gar nicht so schlecht.
00:26:17: Aber dann kommt man auch recht schnell wieder in die Spirale, sich mit anderen zu vergleichen.
00:26:21: Also klammert das so ein bisschen aus.
00:26:24: Aber gewissermaßen macht das natürlich auch Sinn, sich dann mit Schlaf, Ernährung... etc.
00:26:32: zu befassen, weil das Faktoren sind, die für die Regeneration natürlich essentiell sind.
00:26:38: Also vielleicht mal die Stunde früher ins Bettchen gehen und noch ein bisschen mehr Wasser trinken, aber bevor wir da jetzt abrutschen, das ist glaube ich noch mal der gesonderte Folge wert.
00:26:48: Grundsätzlich darauf zu achten, macht natürlich Sinn klar.
00:26:52: Sehr gut.
00:26:53: Lieberte, vielen, vielen Dank für die Top five oder six der wichtigsten Tipps, aber auch alles andere und bin ziemlich sicher, da werden sich viele was rausholen können, die jetzt beschlossen haben, etwas zu verändern, endlich loszulaufen.
00:27:09: Und mit deinen Tipps, glaube ich, sind sie da schon ein ganzes Stück weiter.
00:27:12: Vielen Dank fürs Teil.
00:27:14: Hey, sehr gerne.
00:27:15: Bis bald.
00:27:16: Bis bald.
00:27:21: Ja, was sagst du?
00:27:22: Kannst du meine Verwunderung nachvollziehen oder ist es vielleicht dann doch ein wenig die... Übergriffigkeit des Podcasts, das der sich hier aussieht?
00:27:35: Ja, ansonsten steht dir auch zu, es ist ja dein Kanal und den kann man ja mal bespielen.
00:27:41: Unser Kanal?
00:27:42: Ja, klar, aber in dem Fall kann man das meiner Meinung nach genauso äußern und man kann das ja auch mal zur Diskussion stellen, jeder der sich das jetzt anhört und die Berichterstattung mitbekommen hat und sicherlich auch mit der Athletin.
00:27:58: Das, glaube ich, kann man für jeden stellvertretend sagen, gelitten hat.
00:28:02: Da kann sich sein eigenes Bild zeichnen.
00:28:06: Also ich bin natürlich mit medialen Informationen, vor allen Dingen, wenn es um Gesundheitszustände geht, immer sehr defensiv und sehr vorsichtig, weil natürlich häufig nur das an die Presse weitergegeben wird, was eben weitergegeben werden soll.
00:28:26: Jetzt ist aber natürlich die Formulierung Kreuzbandriss für jeden, also unabhängig ob eine medizinische Ausbildung hat oder nicht, letztendlich schon ja ein absolutes Alarmwort.
00:28:39: Also man weiß ganz genau, dass es eine schwierige Verletzung und auch eine schwerwiegende und langwierige Verletzung, vor allen Dingen die Rehabilitation danach.
00:28:50: Ich habe mir die Frage gestellt, okay, war es vielleicht nur ein Teilriss?
00:28:55: was aber die Sache nicht beschönigt.
00:28:57: Aber mit der Information, dass jemand mit einem frischen Kreuzbandriss eine olympische Abfahrt nehmen möchte, verbietet sich ja aus mehreren Blickwinkeln.
00:29:10: Also medizinisch verbietet es sich, weil letztendlich die Stabilität, also die Essens hat diese Person Schmerzen in der Regel, hat also Schmerzbeding keine Stabilität oder keine Ausreichende.
00:29:23: Zweitens.
00:29:24: fehlt letztendlich einen Stabilisator im Gelenk.
00:29:28: Und dementsprechend fehlt natürlich auch dort die Fähigkeit, die man auch nicht so ohne weiteres muskulär dann ausgleichen kann, gegenzuwirken.
00:29:41: Aber es geht natürlich schon ein bisschen auch darum, den Athleten oder die Athletinnen aus medizinischer Sicht zu schützen, dass die Feuer und Flamme ist und sagt, mit richtig gerechnet habe, fahre ich nochmal Olympisch.
00:29:59: Das ist alles wunderbar.
00:30:01: Aber ich hätte dann spätestens, wenn es medizinisch nicht diskutabel gewesen wäre, dass die Person dann sagt, pass auf, mir ist halt scheißegal, was ihr sagt, ich fahre.
00:30:15: Egal, was es kostet, dann hätte ich gesagt, schau mal, du kriegst doch gerade vom lieben Gott die Info.
00:30:22: Es soll nicht sein.
00:30:26: Lassen wir jetzt mal Medizin weg und lassen wir mal den Verstand weg.
00:30:30: Versuchen wir es ein bisschen spirituell anzugehen.
00:30:34: Du bekommst dir Info.
00:30:35: Nein, du fährst nicht.
00:30:37: Du hast ein Kreuzbandriss und damit braucht man eigentlich auch gar nichts zu diskutieren.
00:30:42: Aber scheinbar hat man da keine Durchdringungskraft gehabt.
00:30:48: Und letztendlich hätte man bei der Verletzungshistorie von der Athletin auch daran appellieren können, dass sie ja eigentlich auch Erfahrung hat und eigentlich auch weiß, was sie ihrem Körper zumuten kann und was nicht.
00:31:03: Einige sagen, jetzt bin ich nicht der Techniker, vor allen Dingen nicht auf Ski-Brettern, aber einige sagen, ja, so wie sie gestürzt ist, ist das völlig egal, ob sie ein Kreuzbandriss gehabt hat oder nicht.
00:31:17: Ja, mag sein.
00:31:20: Aber es geht ja auch um die grundsätzliche Frage.
00:31:24: Erst mal, aus welchem Blickwinkel kann man das beeinflussen und auch vor allen Dingen so betrachten, dass man sagt, ja, hast recht.
00:31:32: Und das Zweite ist, unabhängig davon kann es richtig sein, jemanden mit einer schweren Verletzung einer solchen körperlich Wucht dieser Geschwindigkeit, die man ja auch nur begrenzt dann kontrollieren kann.
00:31:49: auszusetzen.
00:31:51: Und da finde ich es schade, dass auf dem Niveau, und das ist natürlich das höchste Niveau, weil in der Regel sind in Olympia die besten Athleten der Welt, in der jeweiligen Disziplin, des jeweiligen Landes und dass man da sich nicht vernünftig an die Pritsche setzen kann und sagen kann, pass auf.
00:32:11: Furchtbar, dass das passiert ist, du hast dich darauf vorbereitet, du bist für deine Verhältnisse jetzt in der Form dass du Olympia fahren kannst.
00:32:22: Aber es hat nicht sollen sein.
00:32:23: Und das ist halt ein bisschen schade.
00:32:25: Man hört immer so heroische Geschichten von Leuten, die mit diversen Verletzungen, die sie sich während des Wettkampfs zugezogen haben, auch noch aufs Prudium und so.
00:32:37: Das sind alles wunderbare Geschichten.
00:32:40: Aber Fakt ist, wenn man das gesehen hat und weiß, was das in einem Athleten auslöst.
00:32:50: Das hätte man meiner Meinung nach verhindern können.
00:32:54: Vielleicht sogar müssen wir, weil eins ist wohl klar, ich glaube, wenn sie das jetzt geschafft hätte, dann bist du natürlich der Held.
00:33:01: Und ich glaube, die Verlockung ist natürlich relativ groß.
00:33:04: Das tut dann einfach auch ein Stück weit wieder der gefeilte Held, also die gefeilte Heldin.
00:33:09: Und ich will jetzt sagen, das ist eine Form von Gassing, aber natürlich liebt.
00:33:15: So ein Brand wie Red Bull, wenn du einen Red Bull-Atlet bist, genau, lieben ja solche Geschichten eigentlich, diese hellen Geschichten.
00:33:22: Und da bin ich dann immer so ein bisschen zu viel gespalten.
00:33:25: Also auf der einen Seite, die Leute, die um sie rum sind, die dann irgendwie nicht den Anfluss hatten, zu sagen, ey, nicht geil.
00:33:34: Und dass das jetzt passiert ist, genauso wie du es gerade eben alles gesagt hast.
00:33:38: Und dass sie da nicht gut beraten war, augenscheinlich oder vielleicht nicht gut genug.
00:33:43: Oder dann anders entschieden hat.
00:33:45: Und wir wissen natürlich nicht, was da alles im Hintergrund noch war.
00:33:48: Verträge und so weiter und so fort.
00:33:50: Da geht es ja dann noch um viel, dass man da wirklich dann einfach auch ein Stück weit, ich bin zwar ein bisschen überzeichnet, aber bewusst, ihr fasst ein Leben riskiert.
00:34:02: Bei solchen Geschwindigkeiten wissen wir beide, dass das auch durchaus im Rahmen des Möglichkeiten ist und sie ist auf der Intensivstation gelandet.
00:34:10: Sie ist sogar zweimal operiert worden.
00:34:11: Sie hatte wohl auch eine Teilprothese, Titan im Knie sowieso schon.
00:34:16: Also da gab es so ein paar Sachen irgendwie, die verstörend sind.
00:34:21: Und vielleicht war es einfach auch der innere Stress, der sie da hingebracht hat.
00:34:27: Wer weiß es?
00:34:28: Mitbestimmt.
00:34:30: Es gibt ja auch jetzt gerade in der Vorbereitung auch positiven Stress.
00:34:35: Und mit Sicherheit, aber man sieht auch, egal welcher Stress auch immer, aber der Körper hat seine eigenen Gesetze.
00:34:44: Und selbst wenn es tatsächlich dazu gekommen wäre, dass sie mit der Kreuzbandverletzung fährt und auch die Abfahrt schafft, was ist das für ein Zeichen an alle anderen Athleten?
00:34:57: Das heißt also im Grunde ist auch scheißegal, was ihr habt, ausgekugelte Schulter, Gehirnerschütterung.
00:35:03: Kreuzbandriss, fahrt drauf.
00:35:10: Wo kommen wir denn da hin?
00:35:12: Also irgendwo muss man auch mal sagen, irgendwo muss auch eine gewisse Vernunft irgendwann mal walten.
00:35:19: Aber jetzt ist es passiert, wünschen wir ihr, dass sie sich davon erholt, vor allen Dingen noch mal mental erholt.
00:35:30: weil das jeder, der schon mal eben in diesem Bereich gearbeitet hat oder jemanden kennt, der sich schwer verletzt hat, das ist mental schwierig.
00:35:42: Aber man braucht gute Unterstützung, gute Hilfe und die wird sie hoffentlich und da bin ich auch sicher bekommen.
00:35:53: Denn man sagt zumindest sagen, das es gibt ein mentales Immunsystem und da sind wir eigentlich, wenn drin.
00:36:01: Thema für heute.
00:36:04: Und ich bin sehr gespannt, wie du auf dieses Thema gekommen bist, nämlich auf einen Wissenschaftler, der plädiert für eine Stressempung.
00:36:16: Ja.
00:36:17: Und erklär uns doch mal, holen wir uns mal rein ins Thema und erklär uns ein bisschen, wie ist das gemeint?
00:36:23: Was hat dich daran gecatcht und ist es zu empfehlen oder ist es nicht zu empfehlen?
00:36:31: Also das würde ich direkt vorweg sagen, meiner Meinung nach ist es zu empfehlen, weil ich das in einer gewissen Art und Weise zumindest bis jetzt auch an mir selber.
00:36:43: diese Impfung mehrfach durchgeführt habe, diese sogenannte Stressimpfung.
00:36:49: Und deshalb kann ich aus persönlicher Sicht nur sagen, das ist sicherlich etwas, womit man sich mal auseinandersetzen sollte.
00:36:58: Aber letztendlich die beiden Begrifflichkeiten, du hast den Kollegen angesprochen, dass der Professor Doktor Busch von der Universität Regensburg, der leitet dort die Stressambulanz und der hat das salonfähig gemacht.
00:37:13: Und letztendlich geht es, deshalb ist auch der Begriff Impfung jetzt mal unabhängig, dass dieser Begriff in den letzten Jahren etwas, etwas schlechtes Label hat.
00:37:27: Ich denke, Epstein feiert es auch, leider war Spaß beiseite, sondern letztendlich, wenn man sich mal so ein bisschen, es gibt ja auch Impfungen, die nicht medikamentös sind und nicht verabreicht werden, sondern wir beimpfen uns ja zum Beispiel gerade mit Erregern.
00:37:42: kontrolliert selber, ob das angefangen im Sandkasten ist, wo wir sagen, ja damals im Sandkasten haben wir uns die Erde in die Schnauze gebuddelt, das hat abgehärtet und so weiter und so fort.
00:37:55: Aber diese, nennen wir es mal kontrollierten Kontaktmomente mit Erregern.
00:38:02: trainiert natürlich unser körperliches Immunsystem.
00:38:04: Und letztendlich ist eine Impfung auch nichts anderes.
00:38:08: Da sind entweder Todimpfstoffe oder inaktive Erreger, mit denen wir konfrontiert werden und der Körper soll eine Resilienz dagegen aufbauen.
00:38:17: Und wir kennen es aber auch in einem anderen Zusammenhang, nämlich wenn wir uns sportlich weiterentwickeln wollen, beruflich weiterentwickeln wollen, weil wir merken, Wenn wir ein gewisses Level durchstoßen wollen, wenn wir irgendwo auch belastbarer körperlich zum Beispiel beim Sport beruflich bei der Arbeit, dann müssen wir gewisse Level uns heraus suchen als Herausforderung, um die dann letztendlich zu absolvieren und zu erklimmen.
00:38:47: So und auf diesem Pferd reiten, sagt eben der Kollege Volker Busch, dass man aus seiner Sicht eben das mentale Immunsystem trainieren kann, indem man sich regelmäßig kontrollierten Belastungen stellt, um sie dahingehend bewältigen zu können, dass man psychisch stabiler wird und letztendlich auch dann in Stresssituationen belastbarer.
00:39:16: Und das fand ich als Aufhänger gerade auch jetzt fürs neue Jahr, weil man hat viele Vorsätze, die dann manchmal durch Stress im Keim erstickt werden.
00:39:26: Und deshalb denke ich, das ist ein guter Auftakt für unseren Kanal, zwei, sechs und zwanzig, dass man sich eben mit dieser positiven Bewertigungsstrategie oder Bewertigungserfahrung mal auseinandersetzt.
00:39:42: Also im Grunde genommen ist es ja so, dass da immer wieder Impulse gesetzt werden, so wie du es gerade eben gesagt hast, um die Impulse käme ja auch vom Sport.
00:39:50: Um einen Schritt weiterzukommen, brauchst du neue Impulse.
00:39:55: Du wirst kein besserer Läufer, wenn du die ganze Zeit immer zehn Kilometer läufst und zwar jahrelang.
00:40:04: Im selben Tempo wird wahrscheinlich nicht so viel passieren, wenn man sich dann fragt verdammt, warum kann ich kein Marathon laufen?
00:40:10: Dann liegt es daran, dass der Körper halt eben einfach drauf eingestellt ist und er ist halt einfach auch eine kleine Drecksauer, weil er sich immer schön einrichtet und gemütlich macht und du musst ihn piken und musst ihn.
00:40:22: neu ankurbeln und neue Akzente setzen, damit er eben einfach in Bewegung bleibt und sich weiterentwickeln kann.
00:40:30: Genau so ist es ja eigentlich auch bei diesem System der mentalen Stressimpfung.
00:40:38: Immer ein Stückchen mehr Impuls und andere Situationen, mit denen man umgehen muss, um eben genau dieses Immunsystem aufbauen zu können.
00:40:51: das mentale Immunsystem zu stärken.
00:40:54: Heißt also nicht, dass es jetzt hier, wie bei der Abnehmensspritze von BioNTech etwas Neues gibt, dass du dir rein haust und du bist gegen Stress geimpft, sondern das meint eigentlich etwas ganz anderes, nämlich dass du selber dafür sorgst, dass eben dein mentales Immunsystem aufgebaut wird oder du baust es selber auf durch neue Reize und durch neue Situationen, denen du dich aussetzt, was Stress rangeht, um dann eben... gewappnet zu sein beim nächsten mal.
00:41:20: für mich war aber eine frage und die blieb so ein bisschen unbeantwortet.
00:41:24: ich weiß nicht wie es dir dabei geht weil es setzt dir dann auch so ein bisschen zumindest ist das meine gleichung auch so ein bisschen auf.
00:41:34: dieses hör zumindest nicht schneller aber weiter prinzip weil du dann doch irgendwie wieder um das nächste stress level gut nehmen zu können musst du dich ja vorher auch irgendwie wieder anpiegsen.
00:41:47: also du bist schon schon eben.
00:41:49: Auf dieser fast forward Linie mehr oder weniger drauf und da frag ich mich dann ist das.
00:41:56: Gesund sich dann immer wieder diesen Impulsen aufzusetzen?
00:42:00: oder aber ist es so.
00:42:04: Das war meine Überlegung ob man die Stressimpfung nicht einfach auch mal eine Zeit lang wirklich wirken lässt.
00:42:13: Und man.
00:42:15: sich nicht neuen Impulsen aussetzt, sondern einfach auch mal sich zugesteht, dass man auch mal krank werden kann und auch mal nicht so leicht sonstwähig und Stress aushalten kann, ist vielleicht die bessere Stressimpfung, die die akzeptiert, dass man Pausen braucht, dass man sich nicht dem Stress weiter aussetzt, dass man vielleicht explizit ... sich auch mal für eine Zeit lang aus, allem rausnimmt.
00:42:52: Weil jetzt mein Ansatz durch die lange Zeit in Südafrika ... ... wirklich einfach mal nicht nur zwei Wochen irgendwie raus zu sein, ... ... sondern wirklich eine lange Zeit, ... ... wo du dein System wieder rebootest.
00:43:07: Und ich sehe immer so ein bisschen die Gefahr bei ... ... bei solchen Sachen, die natürlich irgendwo auch Sinn machen.
00:43:12: Also rein logisch ist mir das alles klar, was Busch da sagt.
00:43:15: Aber ... Wie siehst du, ist das nicht auch ein bisschen die Gefahr, dass man sich dann auch auf dieser Ebene optimiert?
00:43:25: Mit Sicherheit.
00:43:26: Aber wieso bei vielem, ob das jetzt Sport ist, ob das Nahrungsergänzungsmittel sind, ob das Liebe ist, die Dosis macht das Gift.
00:43:36: Und das ist natürlich in der Variante genauso.
00:43:40: Aber ich glaube, was das viel größere Thema ist, eher ist, dass wir ja Stress allgemein als etwas Negatives empfinden.
00:43:52: Also ich glaube, Stress hat wirklich ein sehr negatives Etikett.
00:43:57: Klar, es gibt dann viele, die sagen, ja, es gibt auch positiven Stress.
00:44:01: Ja, aber das heißt, ich muss dem Wort Stress positiv vorhängen, damit es ... positiv erscheint.
00:44:11: Aber wenn ich nur Stress sage, ... ... da werden wahrscheinlich von zehn Leuten ... ... neun und ein halb sagen, ... ... oh nee, Stress, ... ... also bitte stresst mich nicht.
00:44:20: Und ich denke halt, ... ... dass wir viel, viel häufiger in der Stressvermeidungstaktik sind ... ... und als dass wir uns wirklich ... ... dem Stress ... nicht nur stellen, sondern ihn ja fast sogar herausfordern.
00:44:40: Aber letztendlich, und das meinte ich eben mit die Dosis, macht das Gift, es bringt ja auch nichts dauerhaft wie ein vergiftetes Häschen durch die Gegend zu laufen und zu sagen, her mit dem Schmuck, ich kann alles bewältigen.
00:44:57: Weil letztendlich ist es ja auch so, dass man zum Beispiel, wenn man Sport treibt, auch nicht sagt, ich möchte morgen.
00:45:04: am Halbmarathon teilnehmen und dabei hat man aber die letzten Wochen nicht mal tausend Meter am Stück joggend absolviert, sondern man arbeitet sich ja dahin, dann reagiert der Körper, weil man vielleicht auch zu schnell weiß das besser als ich als passionierter Läufer, weil man vielleicht das Tempo und oder die Distanz zu schnell erhöht, die Pace zu schnell erhöht und das führt dann dazu, dass der Körper dann anfängt zu kommunizieren.
00:45:34: Muskelkater, Erschöpfungszeichen, Müdigkeit, dass man sich dann nicht unbedingt aufrappeln kann, den nächsten Lauf abzuaubsolvieren oder die nächste Etappe zu steigern.
00:45:47: Und ich glaube natürlich, dass das in diesem Zusammenhang genauso ist, weil das Gehirn muss ja auch erst mal speichern.
00:45:54: Wichtig ist nur, dass wir so ein bisschen auch verstehen, dass unser Gehirn halt nicht logisch.
00:46:02: arbeitet, weil sonst würden viele Dinge, die uns ja unlogisch erscheinen, uns zu einem anderen Handeln ermutigen, sondern das Gehirnarbeit in erster Linie erfahrungsbasiert.
00:46:14: Heißt, dass ich ideale Weise, wenn ich mich jetzt resilient aufstellen möchte, nicht versuche mir das zu erlesen oder durch irgendein passives Wissen zu erlangen, sondern ich muss eigentlich erleben oder wie einer meiner Ausbilder immer gesagt hat, Jung, Erfahrung kannst du nicht lesen.
00:46:34: Die musst du machen.
00:46:35: Ja, korrekt.
00:46:37: Aber dann muss ich auch natürlich keinen Ratgeber lesen und viele von Psychologen und Beratern, Mental Health Coaches und so weiter.
00:46:45: Aber am Ende des Tages, was ist das?
00:46:47: Das ist wie ein Kochrezept.
00:46:49: Ich muss das Zeug in die Pfanne hauen.
00:46:52: Ich muss es in den Ofen schieben.
00:46:54: Ich muss letztendlich die Zutaten schnibbeln, abschmecken.
00:46:59: Und am Ende des Tages das Gericht zaubern.
00:47:04: Und das machen ja schon mal Hobby-Köche und Köchin ganz gerne.
00:47:09: Aber das ist natürlich beim Thema Stress ein bisschen anders, weil das ist immer etwas, das habe ich nicht im Griff, das kann ich nicht kontrollieren.
00:47:17: Also weg damit.
00:47:18: Aber Räger, Viren, Bakterien, die kann ich noch weniger kontrollieren.
00:47:23: Weil die haben definitiv Ihr eigenes Leben und Ihr eigenen Gesetze.
00:47:28: Und da bin ich überhaupt nicht in der Lage, mich davor zu schützen.
00:47:33: Übrigens auch immer noch nicht mit irgendwelchen komischen Mundschutzvorrichtungen und so weiter.
00:47:39: Wenn der Erreger in den Körper will, kommt er in den Körper.
00:47:43: Das Einzige, was wir tun können, ist, uns so aufzustellen.
00:47:48: Bewegungstechnik, Ernährungstechnik, mental, um diesen Erreger abzuwehren.
00:47:55: Und Stress können wir uns ins Haus holen, in Dosen, wie wir sie gerne möchten.
00:48:03: Außer wir werden mit Stress konfrontiert, den wir eben nicht kontrollieren können.
00:48:07: Aber auch das ist etwas, worauf wir uns trainieren können.
00:48:10: Aber, sagen wir mal, die Vermeidungstaktik, die Vermeidungstaktik schwächt natürlich.
00:48:17: Also es gibt schon mal Erleichterung, weil man dann sagt, boah, Gott sei Dank, den Ball oder den schwarzen Peter habe ich abgeschoben.
00:48:25: Aber auf lange Sicht, schwächt das meiner meiner Ehe.
00:48:28: die Fähigkeit, mich Stress umzugehen.
00:48:34: Finde ich sehr spannend, vor allem in dem Aspekt der Körper gibt es schon sehr klare und sehr eindrucksige Zeichen, wenn man die dann erkennt, wenn man dann damit auch umgeht und wenn man dann letztendlich auch was den Stress angeht und das finde ich das riesige beim Stress, wenn man da nicht einfach drüber lascht.
00:48:51: Ich glaube das kennen wir alle, dass selbst dann, wenn der körperklare Signale endet,
00:48:56: ignorieren
00:48:58: wir sie.
00:48:58: Genau.
00:48:59: Aber dann landet man eben, also zumindest im Bereich des Bewegungsapparats, dann landet man bei uns
00:49:06: in der Praxis.
00:49:07: Zum Beispiel, genau.
00:49:09: Und im Bereich des mentalen Bereichs ist es eben so, dass man dann auch bei Spezialisten landet im Zweifel.
00:49:19: Und ich glaube, das ist eben genau das, warum wir ja auch in diesem Podcast immer wieder über genau solche Themen sprechen, weil wir gerne natürlich, wenn das irgendwie möglich ist, einen kleinen, kleinen, kleinen Beitrag dazu leisten wollen, dass es dem einen oder anderen da draußen bewusst oder besser geht.
00:49:35: Finde aber auch, das macht das für mich so charmant.
00:49:39: Die Stress ist ja eine Alltagsgeschichte, die uns alle betrifft.
00:49:44: Wir haben so oft in diesem Podcast auch schon vorgesprochen, dass das einer der gut giftigsten Komponenten ist eigentlich für unser Leben, nämlich den Stress zu haben und Stress zu machen, nicht gut damit umzugehen und vor allen Dingen nicht ausreichend für Gegenpol zu sorgen oder einfach auch den Stress Wolli zu nehmen und ihn dazu benutzen, dass das mentale Immunsystem step by step aufzubauen.
00:50:16: Und ich fand es eigentlich ein ganz interessantes Aspekt zu sagen, wir können einiges dafür tun, dass diese Erreger, das Krankheiten uns gar nicht so richtig erreichen, wenn wir uns entsprechend vorbereiten, wenn wir verstehen, dass wir auf der einen Seite etwas für die Füße tun müssen, aber auch ganz genau so für unser mentales System oder Immunsystem und nur im Zusammenspiel.
00:50:43: wird es denn ein auch gut richtig gut und erfolgreich.
00:50:48: Für eine nachhaltige Gesundheit.
00:50:49: Ich bin mir ziemlich sicher, dass man da vor selbst vor zehn Jahren noch nicht so hätte darüber sprechen können, weil es da gerade in den Kinder schon steckte, dass man dieses Bewusstsein plötzlich entwickelt hat und auch in der Gesellschaft, dass es durchaus Sinn macht sich so was aufzubauen.
00:51:08: Das machen Menschen ja keine Ahnung.
00:51:13: exzessiv, dass sie eben zum Arzt gehen und sich alles Mögliche schon mal reinpfeifen und vielleicht auch teilweise prophylaktisch oder vielleicht auch keine Ahnung.
00:51:24: Aber der mentale Bereich ist immer noch einer, der als Luxus empfunden wird, dass man sich darum kümmern kann.
00:51:32: Und ich weiß noch ganz genau, dass ich mich vor vier Jahren, als ich als meine Kolumne noch beim Fokus online war, mit einer jungen Kollegin unterhalten habe und die mir dann irgendwann sagte, so, ich muss jetzt mal in die Mittagspause und muss mal ein bisschen atmen und hab noch einen Termin irgendwie.
00:51:58: Also es war irgendwie so verborgen.
00:52:01: und dann hab ich gesagt, hey, wie verstehe ich nicht.
00:52:03: Und man, die sich so, ja, so seht ihr jetzt irgendwie mit ihrem Arbeitgeber gesprochen und sie war jetzt irgendwie in der Mittagspause, die würde sie über dazu nutzen.
00:52:10: ... Irritografierstunden zu machen.
00:52:15: Und ... ... hat immer von einem Coach gesprochen ... ... intern.
00:52:20: Und ... ... das fand ich irgendwie krass.
00:52:22: Weil ... ... ich festgestellt habe, man ist jetzt oder ... ... man war damals noch nicht so weit, dass es selbst ... ... in modernen Unternehmen, dass es möglich ist ... ... klar zu sagen, was man da so tut ... ... oder den Arbeitgeber zu involvieren.
00:52:34: Also ... ... wir reden, wir rufen uns einen Arbeitgeber an, ... ... wenn wir einen Schnuffen haben ... ... und sagen, ich bin jetzt ein paar Kranke geschrieben ... ... oder ich ... haben Kreuzbandriss oder was auch immer.
00:52:48: Aber in dem Moment, wo es darum geht, dass wir unsere mentale Gesundheit kümmern, dass wir da was auch für prophylaktisch tun vielleicht.
00:52:55: Das ist wirklich erst seit kurzer Zeit, dass wir das mehr und mehr zum Thema machen.
00:53:00: Und das finde ich ehrlich gesagt immer noch strange in zwanzig, inzwischen sechs und zwanzig.
00:53:07: Wie siehst du das?
00:53:09: Ja, es ist strange.
00:53:12: Auf der anderen Seite, wenn es jetzt, sagen wir mal, mit diesem ambivalenten Verhältnis zum Thema mentale Gesundheit an sich nicht gebe, dann gibt es auch unseren Podcast nicht.
00:53:22: Deshalb muss man einfach sagen, ist das auch ein Zeichen dafür, dass wir ruhig noch die eine oder andere Folge in sechs und zwanzig und vielleicht sogar darüber hinaus machen sollten.
00:53:33: Aber ich weiß ja nicht, wie die Coaches konkret Arbeiten.
00:53:41: Ich gehe davon aus, sicherlich auch so, wie ein Fitnesscoach arbeiten würde, der jemanden körperlich trimmen will, wie ein Nachhilfecoach arbeiten würde, der jemanden in einem bestimmten Fach oder in einer bestimmten Sprache weiterentwickeln will.
00:53:57: Aber entscheidend ist, glaube ich, auch die Begrifflichkeit des Stresses, weil Stress ist, hat, wie gesagt, meiner Meinung nach ein negatives Label, bedeutet, Gefahr bedeutet manchmal sogar Angst, aber vor allen Dingen im Kontext dieser Begrifflichkeiten auch eine gewisse Form des Kontrollverlusts.
00:54:17: Und ich glaube, wenn man eben Stress eher als Herausforderung betrachtet, weil das ist ein viel schönerer Begriff, weil wir immer Herausforderungen ausgesetzt waren und immer noch sind.
00:54:29: Und Herausforderung möchte man, weil es auch ein häufiger Satz ist, den man dann nutzt, die möchte man meistern.
00:54:37: Und letztendlich ist es ja auch so, und das ist für mich immer wieder auch mit dem Sport vergleichbar, wenn man trainiert am Anfang des Trainings.
00:54:47: Wenn man sagt, so, ich gebe mir heute mal einen und jage wirklich mal den Puls hoch, dann hat sich das auch nicht immer gut angefühlt.
00:54:57: Also es war nicht immer nur ein positives Gefühl, weil man wirklich das Gefühl hatte, Also das Herz platzt einem aus der Brust heraus.
00:55:06: Aber was definitiv angenehm war, war das Ergebnis, dass man sich dann im Gehirn mehr oder weniger erzeugt hat.
00:55:15: Nämlich, dass man eine Belastung kontrolliert durchgeführt hat.
00:55:20: Allerdings bis zu einem Level, dass einem mehr oder weniger dann im wahrsten Sinne des Wortes aus der Brust gehüpft wäre, fast.
00:55:28: Aber der Puls braucht relativ lange um wieder runterzufahren.
00:55:34: Und das ist natürlich beim Gehirn nicht anders, wenn es mit Stress umgeht.
00:55:37: Und wir aber immer wieder zum Beispiel versuchen Stress zu vermeiden.
00:55:40: In dem Moment fährt eben das Gehirn nicht schnell runter, sondern viel zu langsam.
00:55:46: Und man hat diese Gedanken permanent über Stunden, Tage, Wochen, Monate noch in der Birne.
00:55:55: Außer man stellt sich gewisse Herausforderungen.
00:55:59: Meistert sie und je häufiger man das macht, umso schneller die Analogie zum Sport fällt der Puls schneller runter, man erholt sich schneller und das Gehirn fährt auch schneller runter, weil es der Herausforderung gewachsen ist und wieder eine neue gemeistert hat.
00:56:22: Das finde ich sehr, sehr spannend, gerade die Generation.
00:56:26: Ich weiß nicht, ob du dich jemals mit der Herzvariationskurve beschäftigt hast.
00:56:33: Nein, nicht intensiv.
00:56:36: Also ich weiß, dass es gibt, wie man so schön sagt, aber nein.
00:56:40: Denn das ist ganz interessant deshalb, weil dieser Wert, die ja im Grunde, da wird ja auch unter anderem der Stressmittel angerechnet.
00:56:49: Also das heißt also, HRV-Wert ist insofern Wichtig zu wissen ist, du kannst ihn trainieren logischerweise.
00:56:59: Also gute Sportler, die haben dann irgendwie so einen von... ...siebzig, achtzig, neunzig.
00:57:05: Normale Menschen, so wie ich, liegt jetzt irgendwie... irgendwie immer so zwischen fünfzig und sechzig.
00:57:14: Würde ganz gerne bei Wiener mal in den achtziger Bereich kommen, aber das ist dann irgendwie schon auf viel Arbeit.
00:57:19: Aber das hat eben einfach auch unmittelbar mit der Regeneration zu tun.
00:57:22: So wie schnell kannst du regenerieren und ich merke.
00:57:25: Zum Beispiel auch an meinem Puls.
00:57:27: dass ich immer noch auf dem Weg bin, eine gute Zeit auch zu haben, mich wieder zu regenerieren.
00:57:35: Also ich merke, der Puls braucht eine relativ lange Zeit, bis er wieder, also er geht nach dem Sport wieder schnell runter, aber er bleibt dann schon mal einfach auch so längere Zeit, so über neunzig oder so, oder auch bei, bei achtzig oder so.
00:57:51: Und bis er dann... Im Sitzen wieder so bei sechzig ist und im Ruhe bis bei fünfzig es dauert so einen halben Tag ungefähr.
00:58:00: Und was ich damit sagen will, ist einfach, dass eben nicht nur der Körper eine Rolle spielt, also die Füße ist, sondern einfach auch unmittelbar im HRV-Welt zum Beispiel, einfach auch die Rübe und die Psyche und auch die.
00:58:17: Und das ist etwas und deshalb finde ich, dass ich bin jetzt kein Pensterb.
00:58:23: so super Tricky ist, was da eine Werte angeht.
00:58:26: Aber was ich spannend finde daran ist, dass, darüber haben wir auch schon ein paar mal gesprochen, dass eben inzwischen möglich ist, mit solchen Devices festzustellen, dass der Körper eben nicht nur physisch funktioniert, sondern du hast jetzt auch Beweise, auch als Autonomalverbraucher, was der Körper mit dem Thema Stress anfängt und wie sich das unmittelbar auslöst.
00:58:51: Und das zum Beispiel Auch Dinge wie Ernährung oder Alkohol zum Beispiel, sich sofort auswirken.
00:59:00: Wenig Schlaf sich sofort auswirkt.
00:59:05: Von der Theorie her weiß man das vielleicht.
00:59:09: Wenn du dann aber dieses Bild plötzlich kriegst, wenn du diese Auswetterung wirklich kriegst über deiner Körper, das ist schon teilweise ein krasser Spiegel.
00:59:23: wenn man sich das dann noch mal wirklich so vor Augen führt und dann überlegt sowas mache ich damit.
00:59:27: Und deshalb zurück eben zur Stressimpfung.
00:59:32: Es ist nicht nur für die mentale Gesundheit ein Faktor, sondern ich glaube, diese Stressimpfung oder diese eigentlich die Stressung, die man sich selber verpassen kann, ist eben einfach auch am Ende des Tages für unsere Maschinenraum nämlich die Pumpe elementar, wirklich elementar.
00:59:54: Und es sind nicht unbedingt immer diese großen Stresssituationen, sondern es ist der Alltag Stress.
00:59:59: Es ist der Mental load.
01:00:01: Es ist der Stress am Arbeitsplatz.
01:00:02: Es ist der Stress, den man sich selber macht, weil man tausend To-do-Listen hat und tausend Sachen noch erledigen muss und vielleicht keine Ahnung von Überforderung.
01:00:10: Und das ist ja auch unser Thema, das uns immer wieder streift, nämlich dass es in unserer Gesellschaft einfach auch einen hohen Stresslevel gibt, den Der dann leider auch dazu führt und ich habe es leider auch viel zu oft erlebt in den letzten Monaten, dass das einfach dann für den ein oder anderen auch in unserem Alter dann schon zu viel war, der sich dann verabschiedet hat.
01:00:35: Plötzlich, weil die Pumper dann irgendwann gesagt hat, ist dann auch jetzt immer gut.
01:00:40: Ich habe dann auch genug geleistet.
01:00:42: Und das ist doof, wenn das dann somit Ende Vierzig Anfang Fünfzig passiert.
01:00:47: Das ist ein bisschen zu früh.
01:00:51: Na, je nachdem, was man noch vorhatte, definitiv.
01:00:54: Aber ich meine, der Geist hat ja auch nur eine Möglichkeit.
01:00:59: Entweder schaltet er sich selbst ab, dann schaltet aber auch der Körper ab sowieso.
01:01:05: Oder aber bevor der Geist eben abschaltet, gibt es einen Kurzschluss, über den wir in einem anderen Zusammenhang vorhin beim Warming-Up gesprochen haben.
01:01:19: Aber es ist halt alles.
01:01:21: Egal in welcher Form, es ist halt eine Form des Kontrollverlusts, weil man eben nicht darauf einwirken kann.
01:01:27: Und deshalb denke ich, macht es eben Sinn, dieses Thema für sich auch aktiv anzugehen.
01:01:34: Eben dann das Thema Stress oder wie ich vorhin sagte, den Begriff Herausforderung dann eher eben nicht als Bedrohung zu sehen, sondern im Bund eine Situation, die man ideale Weise beherrschen kann.
01:01:49: Ansonsten ist es nun mal auch so, dass, wenn man das nicht erlebt, dann sinkt auch die Stressvernehmen und dann ist halt alles Stress.
01:01:59: Das ist alles zu viel und wir schaffen es nicht zu priorisieren.
01:02:04: Wir schaffen uns nicht, wir schaffen uns nicht, uns so zu fokussieren, dass wir auch sagen können, also das ist jetzt wirklich deutlich weniger belastend.
01:02:12: Das ist etwas, das muss ich jetzt lösen und das ist noch eine Stufe zu hoch.
01:02:18: Also dann lässt man das Ding oben im Regal, weil es sagt, da komme ich jetzt im Moment eh nicht dran, aber konzentriere mich auf die Dinge, die ich unmittelbar beeinflussen kann.
01:02:27: Und weil das kennt man ja in vielerlei Hinsicht, wenn man mal schwerer oder hoffentlich weniger schwer mal krank war und geheilt werden konnte, vielleicht sich sogar selber geheilt hat mit der ein oder anderen Maßnahme.
01:02:46: dieses Gefühl, dass man das geschafft hat.
01:02:48: Ich glaube, das können viele, wie gesagt, mit einer kleineren oder weniger bedrohlichen Erkrankung und auch Leute mit bedrohlichen Erkrankungen, ich glaube, die können das sehr gut nachvollziehen.
01:03:04: Genauso wie es im Sport ist, dass man sagt, ich habe eine kleine Etappe geschafft, ich habe aber auch eine große Etappe geschafft, was das für Glückshormone einfach freisetzt.
01:03:15: Und deshalb kann man sich diese Glückshormone, die ja nun mal auch im Gehirn in erster Linie verarbeitet werden und gespeichert werden, letztendlich selber holen und dann hinterher sagen, alles klar, ich hatte das Thema, ich konnte es bewältigen und das Gehirn lernt, letztendlich damit umzugehen.
01:03:39: Das Schöne ist, gut ist immer, wenn man Menschen um sich rum hat, ob das ein kleiner Podcast ist oder ob das Menschen sind, die wirklich nah an einem dran sind, die einen vielleicht darauf hinweisen oder die Verantwortung übernehmen und mal die Finger in die Wunde legen und sagen, vielleicht ganz gut, mal eine Entscheidung zu treffen oder sich darum zu kümmern, denn während wir diese Folge aufnehmen, kommt eine allen Meldung, dass die Karriere von Lindsay One, und jetzt schließt sich der Kreis, beendet es.
01:04:09: Und zwar hat der Vater von Lincia One ein Interview gegeben, der Nachrichtenagentur AP und der sagt, sie ist ein vierzig Jahre alt und das ist das Ende ihrer Karriere.
01:04:20: Es wird keine weiteren Skiren für Lincia One geben, solange ich dabei ein Wort mitzurücken habe.
01:04:28: Da hat der Papa ein Machtwort gesprochen und ich lasse das jetzt einfach mal so stehen.
01:04:37: In diesem Sinne mal lieber Borak.
01:04:41: Ich bin sehr gespannt auf die nächste Folge, kommende Woche.
01:04:46: Da geht es nicht so sehr um Stress, sondern da geht es um Geschwister.
01:04:51: Und was Geschwister zu weitergeben können?
01:04:54: Auch in Sachen Mental Health.
01:04:57: Und da bin ich sehr gespannt drauf.
01:05:00: Ich hatte da einige interessante Gespräche mit meinem Bruder als kleiner Spoiler.
01:05:09: dass wir uns gerne über Geschwister reden und über das, was sie weitergeben können.
01:05:13: Ob gut oder schlecht, das wollen wir gar nicht bewerten, aber dass es passieren kann, ist glaube ich so klar.
01:05:20: Danke für heute und ja, schönes Wochenende an alle.
01:05:24: Wir hören uns kommende Woche wieder über Burak.
01:05:27: Sehr gerne, bis bald, ich freue mich.
01:05:29: Wir sind wieder da.
01:05:30: Wir sind wieder da.
01:05:31: Verrückt.
01:05:33: Bis nächste Woche, ciao.
01:05:34: Bis dann, tschüss.
01:05:41: Dein Mental Health Podcast.
01:05:44: Eine Produktion
01:05:45: von Goodwill
01:05:45: Run.
01:05:47: Wir denken Mark
01:06:01: neu.